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Islam-Sittenwächter schlagen zu: Attacke auf Rosenkavalier in Wien

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ATTACKE AUF EINEN TABAKHNDLER IN WIEN
Die Attacke der selbst ernannten "Sittenwächter" ereignete sich in einem Wiener Tabakgeschäft | Lisi Niesner / Reuters
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  • Selbst ernannte "Sittenwächter" attackierten zwei Männer in Wien wegen einer harmlosen Muttertagsaktion
  • Die Täter führen ihren Glauben als Begründung an, nach vier von ihnen wird noch gefahndet

"Es war als nette Muttertagsaktion gedacht." So zitiert die österreichische Kronen Zeitung einen Wiener Tabakhändler, der am Sonntag von selbst ernannten "Sittenwächtern" angegriffen wurde. Er hatte einen muskulösen Wrestler engagiert, der mit freiem Oberkörper Rosen an Frauen verteilte.

Täter fühlten sich in ihrer Religion gestört

"Das entspricht nicht unserer Religion." Mit dieser Begründung sollen sieben Männer muslimischen Glaubens auf den Rosenkavalier und dessen Auftraggeber losgegangen sein. Es kam zur Prügelei, die Täter griffen sogar zum Messer und verletzten den Tabakverkäufer.

Drei Angreifer gefasst, vier werden noch gesucht

Drei von den Angreifern wurden angezeigt – ein österreichischer, ein bosnischer und ein russischer Staatsbürger. Die anderen vier werden noch polizeilich gesucht. Die Attacke erinnert an einen ähnlichen Vorfall in Wien: Ende Februar wurden vier junge Tschetschenen gewalttätig, weil sie etwas dagegen hatten, dass zwei Mädchen mit ihrer Mutter nachts vor einem Lokal standen.

Politiker fordert abschreckende Strafe

Der FPÖ-Politiker Gerhard Haslinger fordert eine hohe Strafe für die Täter, damit eine präventive Wirkung erzielt werden könne. Er sagte gegenüber der Kronen Zeitung: "Die Menschen haben Angst vor der Gruppe."

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