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Eurovision Song Contest im Live-Stream: 2. Halbfinale am Donnerstag

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  • Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm
  • 2. ESC-Halbfinale im Live-Stream
  • Live-Stream-Infos im Video und die passenden Links im Text

Der Eurovision Song Contest (ESC) im Live-Stream: Am Donnerstag wird das zweite Halbfinale in Stockholm ausgestrahlt. 18 Acts vertreten ihre Länder. Sie wollen allen einen der letzten zehn Plätze, die am 12. Mai für das Finale am Samstag vergeben werden.

Und Deutschland hat Mitsprache-Recht: Am Donnerstagabend dürfen Jury und Publikum hierzulande ihre Stimme beim Semifinale abgeben. Unsere ESC-Vertreterin Jamie-Lee ("Ghost") ist bereits für das Finale qualifiziert, denn Deutschland gehört (neben Frankreich, Spanien, Italien und Großbritannien) zu den Big Five. Diese stehen wie das Gastgeberland automatisch im Finale.

2. Halbfinale des ESC im Live-Stream

Jetzt geht es die Konkurrenz zu sichten und die Besten zu unterstützen - damit auch sie eine Chance auf die große Bühnen-Show in Stockholm am Samstag haben. Für ESC-Fans Ehrensache.

Trotzdem ist das Halbfinale eher eine Randerscheinung. Daher zeigen die Spartensender Einsfestival (mit den Twitterkommentaren im Bild) und Phoenix die Show ab 21 Uhr deutscher Zeit. Auch online gibt es das ESC-Halbfinale zu sehen - im Live-Stream von Einsfestival und von Phoenix. Beide Streams sind auch Teil der App von TV Spielfilm, einem Kooperationspartner der Huffington Post.

Passend zum Thema: Die zehn Finalisten aus dem ersten Halbfinale des ESC

Das erste Halbfinale gibt es übrigens in voller Länge zum Nachschauen auf Eurovision.de. Dieses Angebot wird es wohl auch nach der Ausstrahlung des zweiten Semifinales geben.

Alle Songs des Eurovision Song Contests gibt es bereits auf einer Doppel-CD, die ihr zum Beispiel bei Amazon kaufen könnt.

Die Playlist für den ESC-Donnerstag

In dieser Reihenfolge werden 18 Länder am Donnerstagabend versuchen, Jury und Publikum für sich zu begeistern. Petra Mede und der schwedische Vorjahressieger Måns Zelmerlöw moderieren die Shows. Peter Urban kommentiert den Song Contest für die deutschen Fans.

Auf YouTube bietet der Eurovision alle Lieder bereits in einer Playlist an:

  1. Lettland: Justs ("Heartbeat")
  2. Durch seinen Elektrobeat setzt sich der Beitrag des 21-jährigen Letten, der mit vollem Namen Justs Sirmais heißt, von der Masse der Popsongs ab.

  3. Polen: Michał Szpak ("Colour Of Your Life")

  4. Melancholische Ballade, die zum langsamen Schunkeln einlädt, aber nicht richtig in Fahrt kommt.

  5. Schweiz: Rykka ("The Last Of Our Kind")

  6. Die Kanadierin mit Schweizer Wurzeln und Lockenkopf singt eine romantische Nummer. Neben vielen kraftvollen Frauenstimmen wirkt Rykkas etwas blass.

  7. Israel: Hovi Star ("Made Of Stars")

  8. Langsames, verträumtes Stück. Dem exzentrischen Sänger mit der auffälligen Haartolle und dem pechschwarzen Eyeliner hätte man einen Song mit etwas mehr Power gewünscht.

  9. Weißrussland: Ivan ("Help You Fly")

  10. Nicht ganz klar wird, wieso der Weißrusse wie ein Wolf heult, während er vom Fliegen singt und die langen Haare um sein Gesicht flattern.

  11. Serbien: Sanja Vučić ("Goodbye")

  12. Energisch und mit Wut in der Stimme singt die Serbin über Frauen, die Gewalt erlebt haben. Ein dramatischer Song, dramatisch vorgetragen.

  13. Irland: Nicky Byrne ("Sunlight")

  14. Kein Land hat so oft beim Grand Prix gewonnen wie Irland. Sieben Siege hat die Insel bislang eingefahren. Den achten soll Nicky Byrne mit "Sunlight" nach Hause holen. Sieht ein bisschen aus wie Ronan Keating, singt ein bisschen wie Ronan Keating, hat nur vorher in einer anderen Boyband gesungen - nämlich bei Westlife statt Boyzone.

  15. Mazedonien: Kaliopi ("Dona")

  16. Dritter Anlauf der bekannten Balkan-Künstlerin beim ESC, die mit einer kraftvollen Ballade in ihrer Muttersprache antritt.

  17. Litauen: Donny Montell ("I've Been Waiting For This Night")

  18. Hätte man kein Bild bei diesem Song, könnte man meinen, hier singe eine Frau, so hell klingt die Stimme des 28 Jahre alten Popsängers aus Litauen.

  19. Australien: Dami Im ("Sound Of Silence")

  20. Zum zweiten Mal ist - etwas absurd - Australien beim EUROvision dabei. Diesmal muss sich das Land erstmal fürs Finale qualifizieren, nachdem es beim 60. ESC im vergangenen Jahr als Ehrengast in Wien gleich fürs Finale gesetzt war. An den Start geht eine gebürtige Südkoreanerin - mit einer Ballade, die mit Trommelschlägen beginnt.

  21. Slowenien: ManuElla ("Blue And Red")

  22. "Blau ist blau und rot ist rot" lautet die Erkenntnis im Refrain des munteren Songs. Ob das fürs Finale reicht?

  23. Bulgarien: Poli Genova ("If Love Was A Crime")

  24. Sie stand schon in Düsseldorf 2011 beim ESC auf der Bühne. Die Sängerin erreichte damals den zwölften Platz für Bulgarien. Ein ähnlicher Erfolg sollte nun mit neuer Frisur und frischem Popsong drin sein.

  25. Dänemark: Lighthouse X ("Soldiers Of Love")

  26. Die drei blonden Dänen nehmen einen mit ihrem fluffigen Popsong mit auf Zeitreise. Sie klingen wie Boygroups der 90er und singen natürlich über Liebe: "Nimm meine Hand und lass sie nie wieder los..."

  27. Ukraine: Jamala ("1944")

  28. Wenn nicht das politischste, dann sicher textlich das gewagteste Lied 2016! Die Krimtatarin besingt in "1944" die Vertreibung ihrer Minderheit unter Sowjetdiktator Josef Stalin. Viele dürften den Song aber als beißende Kritik an Russland wegen der Annexion der Krim 2014 verstehen.

  29. Norwegen: Agnete ("Icebreaker")

  30. Ein Lied aus der Elektrobeat-Dancefloor-Fraktion. Dass der Rhythmus zwischendurch wechselt, ist gewöhnungsbedürftig.

  31. Georgien: Young Georgian Lolitaz ("Midnight Gol")

  32. Die Indie-Rock-Nummer hebt sich von der üblichen Pop- und Balladen-Konkurrenz ab, was wohltuend ist, sofern man sich für Alternative-Musik erwärmen kann. Die Rocker dürften es jedoch schwer haben, sich bis ins ESC-Finale zu kämpfen.

  33. Albanien: Eneda Tarifa ("Fairytale")

  34. In deutscher Übersetzung "Märchen" hieß schon mal ein Siegersong beim ESC - das war 2009 und er kam aus Norwegen von Alexander Rybak.

  35. Belgien: Laura Tesoro ("What's The Pressure")
  36. Belgien schickt wieder einen besonders jungen Act zum ESC-Zirkus. Die erst 19-jährige Laura Tesoro erfrischt mit ihrer Disco-Nummer. Im vergangenen Jahr mischte Belgien den ESC mit einem ähnlich jungen Teilnehmer auf: Loïc Nottet ergatterte Platz vier.

ESC 2016: Neuer Modus zur Punktevergabe

Mit einem neuen Abstimmungsmodus soll der Eurovision Song Contest von diesem Jahr an deutlich spannender werden: Bisher waren bei der Punktevergabe die Wertungen von Jurys und Zuschauern aus den einzelnen Teilnehmerländern bereits zusammengerechnet, jedes Land konnte so seinem Favoriten maximal 12 Punkte geben.

Beim ESC 2016 in Stockholm sollen die Wertungen der Länderjurys und der Zuschauer getrennt vorgetragen werden. Jedes Land kann jetzt also maximal 24 Punkte an ein anderes verteilen: 12 durch die Jury, 12 durch die Zuschauer.

Los geht es wie gehabt mit Live-Schalten zu Sprechern der einzelnen Länder. Sie verkünden diesmal aber lediglich, welchem Land die nationale Jury 12 Punkte vergibt. Die restlichen Punkte werden lediglich eingeblendet.

Die Stimmen aller ESC-Zuschauer, die per Telefon, SMS oder App ihren Favoriten wählen, werden zusammengezählt und erst am Ende der Sendung von den Moderatoren präsentiert. Wie die Zuschauer in den einzelnen Teilnehmerländern gewählt haben, soll aber erst später im Internet bei eurovision.tv und bei eurovision.de veröffentlicht werden.

Die Jurywertung kann durch die Publikumswertung noch völlig auf den Kopf gestellt werden, denn nicht selten liegen beide Wertungen deutlich auseinander.

Mit dpa-Material

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