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Vor dem ESC-Halbfinale: Satz eines ARD-Kommentators bringt Österreicher auf die Palme

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Das Finale des ESC steht kurz bevor | dpa
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  • Ein Satz eines ARD-Moderators sorgt in Österreich für Ärger
  • Peter Urban hatte beim Auftritt der österreichischen Sängerin auf die FPÖ gemacht

Die "Kronenzeitung" ist Österreichs größte und einflussreichste Tageszeitung. Mit den Deutschen ist das Blatt in einer Art Hassliebe verbunden - die Journalisten der Zeitung lassen selten eine Gelegenheit aus, um gegen den großen Nachbarn im Norden zu schießen.

So auch jetzt wieder. Kurz vor dem Halbfinale des Eurovision Song Contests in Stockholm zieht die "Krone" genüsslich über Deutschland her. Aufhänger ist ein Satz des ARD-Kommentators Peter Urban beim ersten Halbfinale des ESC am Mittwoch.

Er hatte beim Auftritt der österreichischen Kandidatin gefragt: "Zoe singt französisch! Ist das mit der FPÖ abgestimmt?" Die rechtspopulistische FPÖ gewinnt seit Monaten in den Umfragen in Österreich hinzu und könnte schon Ende Mai den Bundespräsidenten stellen.

Der ESC sorgt für Ärger

Für die "Krone" zeigt der Vorfall, dass die Deutschen nach den Erfolgen der FPÖ in den Österreichern ein Volk von Rechten sehen. Vor allem die Schmähungen der "Heute Show" stoßen den "Krone"-Journalisten auf. Die Macher der ZDF-Sendung hatten nach dem Wahlerfolg der FPÖ ein Schnitzel in Hakenkreuz-Form gezeigt. Dabei stand: "Österreicher wählen eben so, wie sie es vom Schnitzel kennen: möglichst flach und schön braun."

Passend zum Thema: Eurovision Song Contest im Live-Stream: 2. Halbfinale am Donnerstag

Diese politischen Scharmützel waren freilich beim Contest selbst kein Thema. Beim ESC-Halbfinale hat Russland den Sprung ins Finale geschafft. Sergej Lasarew überzeugte Zuschauer und Jury beim ersten Halbfinale am Dienstagabend in Stockholm mit dem Song "You Are The Only One". Bei dem britischen Wettanbieter Ladbrokes hatte der Russe vor der Show hoch im Kurs gestanden.

Künstler aus 18 Ländern hatten in Stockholm um zehn Finalplätze gekämpft

Auch die Kandidaten aus Deutschlands Nachbarländern qualifizierten sich für die Finalshow am Samstagabend: Douwe Bob ("Slow Down") aus den Niederlanden, Zoë ("Loin d'ici") aus Österreich und die Tschechin Gabriela Guníková ("I Stand"). Dabei sind außerdem Ungarn, Aserbaidschan, Kroatien, Armenien, Zypern und Malta. Für Finnland, Griechenland und Island endete die Eurovision-Reise dagegen. Künstler aus 18 Ländern hatten in Stockholm um zehn Finalplätze gekämpft.

Vorjahressieger Måns Zelmerlöw unterhielt die Fernsehzuschauer mit seinem Gewinner-Song "Heroes". Der Schwede, der den Song Contest 2015 in seine Heimat geholt hatte, sang die Hymne gemeinsam mit Kindern.

Zuschauer von schwedischem Auftritt gerührt

Fast mehr als die Songs berührte die Zuschauer ein Tanz zur Flüchtlingssituation, choreographiert von dem Schweden Benke Rydman. In der Veranstaltungshalle "Globen" lagen sich einige Fans in den Armen und weinten, als Tänzer das Stück "The Grey People" darboten, das das Leid der Menschen auf der Flucht darstellen sollte.

Passend zum Thema: Skandal um russische ESC-Jury - Ergebnisse der Länderwertung im Internet aufgetaucht

Das zweite Halbfinale geht am Donnerstag über die Bühne. Die deutsche ESC-Kandidatin Jamie-Lee Kriewitz ("Ghost") ist genau wie die Künstler aus Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und dem Gastgeber-Land Schweden automatisch für das Finale qualifiziert.

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