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Nach diesem Video werdet ihr alles in Frage stellen

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"Ich bin nicht schwarz", sagt der Mann mit der dunklen Haut. "Die Welt nennt mich schwarz, aber das bin ich nicht. Ich bin nicht aus dem Bauch meiner Mutter gekommen und habe gesagt: 'Hey, alle miteinander, ich bin schwarz.' Nein. Man hat mir beigebracht, schwarz zu sein. Und euch wurde beigebracht, mich so zu nennen."

Mit diesen Worten beginnt das Video "I am NOT Black, You are NOT White" des Künstlers Prince Ea, das in den letzten sieben Monaten fast neun Millionen Mal angesehen wurde. Es enthält eine Botschaft, die so einleuchtend ist, dass ihr anschließend möglicherweise alles in Frage stellen werdet.

Alles nur Labels

Denn obwohl es auf der Hand liegt, haben die meisten Menschen eine simple Wahrheit nie erkannt:

"Schwarz" ist nur eine Bezeichnung, ein Label, genau wie "weiß" oder "asiatisch". Wir alle gebrauchen diese Begriffe jeden Tag, ohne sie jedoch wirklich zu verstehen.

Prince Ea nennt in seinem Video ein simples Beispiel:

"Wenn ich mein Auto fahre, würde niemand jemals das Auto mit mir verwechseln. Aber wenn ich meinen Körper "fahre" - Warum verwechselt ihr mich mit meinem Körper? Es ist mein Körper, versteht ihr? Nicht ich...

Unsere Körper sind nur Autos, die wir steuern und herumfahren. Doch die Gesellschaft hat sich entschieden, mein Auto als "black edition" zu bezeichnen. Deines ist die "Irish" oder "White edition".

Und ohne Testfahrt, Preisvergleich und mit Null Prozent effektivem Jahreszins werden wir gezwungen, diese Autos unser Leben lang zu behalten.

Vergebt mir, aber ich sehe die Logik dahinter nicht."

Es gibt keine Rassen

Was dann folgt, stellt unser Verständnis von Rasse und Rassismus vollständig in Frage:

"Die Wissenschaft hat erwiesen, dass wir genetisch alle gemischt sind. In der menschlichen Spezies existieren keine Rassen und jeder Historiker weiß, dass der Rasse-Begriff im 15. Jahrhundert erfunden wurde, um die Menschen voneinander zu trennen. Und es hat wunderbar funktioniert."

Ist das wahr?

"Als Ideologie ist Rassismus unglaublich erfolgreich, obwohl er überhaupt keine Grundlage hat. Es gibt nur eine Rasse, die menschliche Rasse, Homo sapiens", schreibt Deborah Orr für den "Guardian".

Wir sind genetisch kaum zu unterscheiden

Menschen - egal welcher Herkunft, Haar- oder Hautfarbe sind sich genetisch so ähnlich, dass es absurd ist, von unterschiedlichen Rassen zu sprechen. Wenn überhaupt, können ethnische Gemeinsamkeiten unterschieden werden. Das hat allerdings nichts mit Rassen zu tun.

Orr erklärt: "Alle Aussagen zum Thema "Rasse" basieren nicht auf einigen essentiellen und grundlegenden genetischen Unterschieden zwischen Menschen, sondern auf der Existenz von Rassismus, der die Idee zu verbreiten versucht, dass essentielle und grundlegende genetische Unterschiede zwischen Menschen bestehen, obwohl sie es nicht tun. Und Rassisten sind sehr erfolgreich darin, diese leeren Ansichten zu verbreiten. Daten über "Rasse" werden gesammelt, um die Effekte von Rassismus zu verstehen. Der Mythos der "Rasse" wurde von Rassisten erfunden und Rassismus erhält ihn am Leben."

Es ist also nur vernünftig und längst überfällig, dass wir uns von der Vorstellung lösen, dass Menschen in Kategorien eingeteilt werden können. Denn diese Labels, wie Prince Ea es in seinem Video ausdrückt, hindern uns daran, eine Person so zu sehen, wie sie wirklich ist.

"Und wenn du zulässt, dass ein künstlich auferlegtes Label bestimmt, wer du bist - dann mein Freund hast du dich für Kleinheit entschieden, anstatt Größe zu wählen."


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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