Huffpost Germany

Peinliche Mikropanne: Was Cameron hier sagt, sollte niemand hören

Veröffentlicht: Aktualisiert:
DAVID CAMERON
Das Gespräch zwischen Cameron und der Queen war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. | Paul Hackett / Reuters
Drucken
  • David Cameron lästerte im Gespräch mit der Queen über andere Staatschefs
  • Was der britische Premierminister nicht wusste: Die TV-Mikrofone liefen bereits mit

Das war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt: In einem vermeintlichen Privatgespräch mit der Queen hat der britische Premierminister Nigeria und Afghanistan als die "vielleicht korruptesten Länder der Welt" bezeichnet. David Cameron war nicht klar, dass der Fernsehsender ITV schon mit der Aufzeichnung begonnen hatte.

Der Fauxpas ereignete sich am Dienstag bei einem Empfang von Königin Elizabeth II. im Buckingham Palast. Cameron sprach über den bevorstehenden Anti-Korruptions-Gipfel: "Da kommen die Staatschefs einiger wahnsinnig korrupter Staaten nach Großbritannien – Nigeria und Afghanistan, vielleicht die beiden korruptesten Länder der Welt."

Vorwürfe berechtigt?

Beim nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari und dem afghanischen Staatschef Aschraf Ghani, die am Donnerstag zum Gipfel in London anreisen, dürften Camerons Aussagen nicht gut angekommen sein. Eine Mitarbeiterin des Premierministers machte allerdings darauf aufmerksam, dass die Korruptionsvorwürfe nicht aus der Luft gegriffen seien. Auf einer Liste der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International belegen Nigeria und Afghanistan die Ränge 136 und 166 von insgesamt 168 berücksichtigten Staaten.

Cameron als Wiederholungstäter

Ups, he did it again: Die Mikrofonpanne war nicht der erster Ausrutscher dieser Art von David Cameron. Im September 2014 sorgte er mit der Aussage für Aufsehen, die Queen habe am Telefon "gar nicht mehr aufgehört zu schnurren", als sie vom Ausgang des Schottland-Referendums erfahren habe.

Auch auf HuffPost:

Britischer Moderator demontiert Frauke Petry und AfD

(lk)