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Kleiderordnung: Lesbische Schülerin wegen Anzug vom Abschlussball geflogen

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Es sollte ihr großer Abend werden. Die enorme Bedeutung des Abschlussballs an der amerikanischen Highschool kann man aus deutscher Sicht nur erahnen. Ein soziales Event. Für Aniya Wolf wurde es zum Albtraum, und das nur wegen ihres Outfits.

Man drohte ihr mit Polizei

Die Schülerin trug weder ein offenherziges Kleid, noch verhielt sie sich unangemessen, ihr einziger Fehler: Sie trug einen Anzug. Das reichte aus, um die Leitung der katholischen Bishop McDevitt High School in Pennsylvania so sehr zu provozieren, dass sie Aniya Wolf von ihrem eigenen Abschlussball ausschloss. Man drohte ihr sogar damit, die Polizei zu rufen.

"Ich war schon immer eher maskulin"

Niedergeschlagen musste die Schülerin die Veranstaltung verlassen. Im amerikanischen Fernsehen beklagte sie sich über die Ungerechtigkeit: "Man sollte mich nicht anders behandeln nur wegen einer Eigenschaft, mit der ich geboren wurde." Aniya Wolf ist lesbisch und mochte typische Mädchenkleidung noch nie. "Ich war schon immer eher maskulin."

Rückständige Kleiderordnung

Die Schule verteidigt den Rauswurf: Gegenüber ABC News heißt es, die Kleiderordnung sei im Vorfeld des Abschlussballs bekannt gewesen. Auch Aniyas Mutter Carolyn Wolf hatte den Dresscode gelesen, konnte sich aber nicht vorstellen, dass man ihrer Tochter verbieten würde, einen Anzug zu tragen: "Ich finde meine Tochter wunderschön in ihrem Smoking."

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