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Bob Marley: 7 Dinge, die Sie noch nicht die Sänger-Legende wissen

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Bob Marley starb im Mai 1981 in Miami/Florida

Vor 35 Jahren verließ eine Ikone die Welt, die heute gottähnlichen Status bei vielen seiner Anhänger erlangt hat. Bob Marley starb im Alter von nur 36 Jahren an Krebs. Er hinterließ neben seinem musikalischen Erbe auch zahlreiche Mythen und Geschichten rund um seine Person. Hier erfahren Sie sieben Dinge, die Sie sicherlich noch nicht wussten.

Bob Marley war halb Brite

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Bob Marley gilt als einer der größten Ikonen der schwarzen Bevölkerung und wird in Jamaika und weiten Teilen Afrikas gottähnlich verehrt. Kaum ein anderer machte so extrem auf die mangelnde Gleichberechtigung zwischen Schwarz und Weiß aufmerksam wie er. Was viele nicht wissen: Bob Marley selbst war ein Mischling.

Bei seiner Geburt war sein Vater, Norval Sinclair Marley, bereits 60 Jahre alt. Er war ein britischer Offizier. Seine Mutter, Cedella Marley Booker, war zu diesem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt. Die Hochzeit seiner Eltern galt damals in den 40er-Jahren als riesiger Skandal und führte sogar zum Ausscheiden von Captain Marley aus der British Army.

Er entkam nur knapp einem Mordanschlag

Im Dezember 1976 sollte in Jamaika auf Initiative der sozialdemokratischen People's National Party (PNP) ein Friedenskonzert veranstaltet werden, das ein Zeichen gegen die dramatisch zunehmende politische Gewalt auf der Insel setzen sollte. Marley, der sich immer ausdrücklich von der jamaikanischen Politik distanziert hatte, tendenziell jedoch als PNP-Sympathisant galt, stimmte einem Auftritt zu.

Am 3. Dezember 1976, zwei Tage vor dem Konzert, drangen Unbekannte in sein Haus ein und verletzten durch mehrere Schüsse ihn, seine Frau Rita und seinen Manager Don Taylor. Taylor und Marleys Frau wurden schwer verletzt, konnten aber vollständig genesen. Bob Marley erlitt nur leichte Verletzungen an Brust und Arm und konnte sogar bei dem 90-minütigen Konzert auftreten.

Krebstod nur wegen seines Glaubens?

1977 zog sich Bob Marley beim Fußballspielen eine eigentlich harmlose Fußverletzung zu, die er zunächst nicht behandeln ließ. Später verschlechterte sich allerdings sein Zustand. Im Zuge einer Untersuchung stellten Ärzte an seinem großen Zeh schwarzen Hautkrebs fest.

Eigentlich wäre eine vollständige Heilung kein größeres Problem gewesen, seine Prognosen standen sehr gut. Doch Marley stimmte einer notwendigen Amputation des betroffenen Zehs aufgrund seines Rastafari-Glaubens nicht zu. Drei Jahre später brach er beim Joggen in New York zusammen. Die Diagnose: Metastasen in der Leber, der Lunge und dem Gehirn. Sein Todesurteil.

Seine letzten Wochen verbrachte er in Bayern

Die Ärzte gaben im daraufhin nur noch wenige Wochen zu leben und rieten von einer Behandlung ab, es sei hoffnungslos. Marley begab sich schließlich in die Hände des deutschen Arztes Josef Issels, der im bayerischen Rottach-Egern am Tegernsee eine Klinik betrieb. Dort unterzog sich Marley einigen nicht anerkannten Behandlungsmethoden, die allerdings nicht den erhofften Erfolg brachten.

Anfang Mai 1981 verließ er die Klinik wieder, um sich zum Sterben nach Jamaika zu begeben. Bei der Zwischenlandung in Florida war er allerdings zu schwach für den Weiterflug und ließ sich dort in ein Krankenhaus einweisen. Wenige Stunden später verstarb Robert Nesta Marley am 11. Mai 1981 gegen 11:30 Uhr im Alter von nur 36 Jahren im Jackson Memorial Hospital in Miami/Florida.

Deswegen fuhr Bob Marley einen BMW

Bob Marley fuhr über viele Jahre hinweg ein sündhaft teures Exemplar des Münchner Autobauers BMW. Immer wieder zeigte er sich mit dem Wagen. Eigentlich verwunderlich, da er trotz seines Reichtums auf Luxus weitestgehend verzichtete.

Für ihn stand der BMW allerdings nicht für Fahrfreude und Status, sondern die Erklärung ist viel einfacher: BMW bedeutete für ihn nicht die offizielle Abkürzung Bayerische Motorenwerke, sondern stand in seinem Kopf für Bob Marley and the Wailers. Unter diesem Namen tourte er viele Jahre mit seiner Band um die Welt.

Bob Marley hat knapp 50 Kinder

Zugegeben, die Zahlen können nicht bestätigt werden. Fakt ist allerdings, dass Bob Marley sehr viele Kinder in seinem Leben zeugte. Elf leibliche Kinder hat er zu Lebzeiten offiziell als die Seinen anerkannt. Allerdings ranken sich Gerüchte um eine Vielzahl weiterer Nachfahren.

Die Angaben schwanken, allerdings ist immer wieder von der Zahl 46 zu lesen. Mit seiner Frau Rita hatte Marley "nur" vier Kinder: Cedella, Ziggy, Stephan und Stephanie. Mindestens sieben weitere Kinder zeugte er während seiner Ehe mit anderen Frauen.

Er hatte nie einen echten Chart-Hit

"No Woman, No Cry", "I Shot The Sheriff", "Could You Be Loved", "Buffalo Soldier" oder auch "Is This Love". Gefühlt hatte Bob Marley weltweit zig Nummer eins Songs. Doch weit gefehlt: In seiner kompletten Karriere, konnte er keine einzige seiner Single-Auskopplungen in den deutschen Top-Ten-Charts unterbringen.

Dies gelang ihm zwar immerhin acht Mal in den USA, dennoch hatte er auch dort keinen Hit an der Spitze der Charts. Die beste Platzierung gelang ihm mit "Could You Be Loved" auf Rang fünf in den USA und Platz 13 in Deutschland - übrigens posthum.