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Vorfall in NRW: Sexuelle Handlungen unter Fünfjährigen in der Kita

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KINDERGARTEN
Cathy Yeulet via Getty Images
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Was genau geschehen ist, ist unklar: In einer Kita im nordrhein-westfälischen Langenfeld soll es zu sexuellen Übergriffen unter sieben Fünfjährigen gekommen sein, wie "RP Online" berichtet.

Diese Frage dürften sich die Eltern der Kita-Kinder in Langenfeld derzeit stellen. Angeblich sei es im März zu einem Vorfall gekommen, der über das normale „den Körper entdecken“ hinausgeht. Drei der sieben betroffenen Kinder besuchen mittlerweile nicht mehr diese Kita. Die Kita-Leitung wollte sich auf Anfrage des "Kölner Stadtanzeigers" nicht zu den Geschehnissen äußern.

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Ulrich Moenen, der zuständige Fachbereichsleiter im Rathaus, spricht gegenüber "RP Online" von einem "Spannungsfeld zwischen altersangemessenen Aktivitäten und sexuellen Übergriffen“. „Auch auf Wunsch ihrer Eltern“ besuchen einige der beteiligten Kinder laut Moenen jetzt andere Kindergärten in Langenfeld.

Vor einer Woche wurden die Eltern aller Kita-Kinder von Vertretern der Stadt und der Kita-Leitung über die Vorfälle informiert – Details wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt. Den Vorwurf einiger Eltern, die Stadt habe sie zu spät über die Vorfälle informiert, weisen die Verantwortlichen zurück.

Vertreter der Stadt: "Wir nehmen die Vorfälle sehr ernst"

"Wir selbst haben von den Vorfällen im März erfahren und sie von Anfang an sehr ernst genommen. Wir haben sie aber zunächst prüfen müssen und das Gespräch mit den Eltern der betroffenen Kinder gesucht", sagt Moene. In der ersten April-Hälfte sei dann zunächst der Elternrat der Kita informiert worden, am vergangenen Dienstag die gesamte Elternschaft.

Moenen teilte "RP Online" mit, dass sich unter den sieben Betroffenen Kinder beiderlei Geschlechts befänden. Zugleich dementierte er die Aussage in einem Zeitungsbericht vom Wochenende, wonach es zu den Vorfällen im Zusammenhang mit dem Aufklärungsprogramm "Mein Körper gehört mir" gekommen sei.

"Erzieherinnen gehen behutsam mit Vorfällen um"

Einige Eltern halten die Sache jedoch für aufgebauscht und sprechen der Kita ihr volles Vertrauen aus. "Die Erzieherinnen gehen nach meinem Eindruck sehr behutsam mit dem Thema um", sagt die Mutter eines Fünfjährigen.

Gegenüber "RP Online" gab sie an, dass sie wie andere Eltern Vertrauen in die Arbeit der Einrichtung hätten, sowohl was die Prävention gegen sexuelle Übergriffe angeht, als auch die Aufarbeitung der besagten Vorfälle.

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(vr)