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Deshalb wachst du nachts immer um die gleiche Zeit auf

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Wacht ihr nachts auch oft zur gleichen Zeit auf? Die chinesische Organuhr - ähnlich der im Westen bekannten "inneren Uhr" kann Aufschluss darüber geben, warum das so ist: Das Aufwachen ist ein Anzeichen dafür, was in unserem Körper passiert.

Jedes unserer Organe ist zu einer bestimmten Zeit besonders aktiv. Die Organuhr teilt diese in Zwei-Stunden-Takten auf. Darauf kann man nun ablesen, wann welches Organ gut durchblutet ist und somit auf Hochdruck arbeitet.

Dass wir dadurch unbewusst beeinflusst werden, fällt uns nachts auf, nämlich, wenn wir ohne erkennbaren Grund aufwachen. Unser Körper will uns damit etwas zeigen.

Wie die Organuhr unser Leben taktet

Betrachten wir unseren Körper als ein gut getaktetes Instrument, das unseren Lebensrhythmus bestimmt. Können wir seine Signale richtig deuten, hilft uns das, schon tagsüber für eine erholsame Nacht zu sorgen.

Etwa zwischen 21 und 23 Uhr werden viele Menschen müde. Das liegt an einem speziellen Energiekreislauf, in dem unsere Organe in den Ruhemodus übergehen. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) nennt das den "Dreifachen Erwärmer".

Genauso wie dieser Vorgang haben auch alle anderen Organe in unserem Körper bestimmte "Arbeitszeiten", die die chinesische Organuhr in Zyklen teilt.

chinese inner clock

23 bis 1 Uhr: Nur die Gallenblase arbeitet

Ab 23 Uhr schaltet der gesamte Körper einen Gang zurück. Unsere Temperatur sinkt, der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Nur die Gallenblase arbeitet auf Hochtouren.

Vor allem fettiges Essen führt in dieser Phase zu unerwünschtem Erwachen. Hier gilt die wohl am häufigsten erteilte Empfehlung: mehr Gemüse, weniger Fett.

1 bis 3 Uhr: Die Leber entgiftet

Zwischen ein und drei Uhr nachts entgiftet der Körper, die Leber arbeitet. Alle anderen Organe befinden sich im Ruhemodus, weswegen unsere Leistungsfähigkeit am Tiefpunkt ist.

Wacht ihr zu dieser Zeit auf, kann das an einem Leberproblem liegen. Abhilfe können saure Lebensmittel wie Früchte, Zitronensaft und Essig schaffen, rät "gesundheit24.at".

Die Leber baut nun auch Alkohol ab. Ist dieser Vorgang beendet, sinkt der Blutzuckerspiegel. Das kann auch Aufwachen zur Folge haben.

3 bis 5 Uhr: Die Lunge regeneriert sich

Zwischen drei und fünf Uhr morgens reinigt sich die Lunge. Der Körper nimmt nun besonders viel Sauerstoff auf. Wer um diese Zeit von Hustenanfällen geplagt wird, kann dem vorbeugen, indem er auf ein gut durchlüftetes Schlafzimmer achtet.

5 bis 7 Uhr: Der Dickdarm reinigt sich

Ab fünf Uhr morgens beginnt unser Körper damit, Kortisol auszuschütten. Das Hormon sorgt dafür, dass wir aufwachen. Zu dieser Zeit säubert sich außerdem der Dickdarm. Die chinesische Organuhr zeigt damit die beste Zeit für den Toilettengang an.

7 bis 9 Uhr: Der Magen beginnt den Verdauungsprozess

Die Aktivität des Magens leitet sozusagen jene aller Verdauungsorgane ein. Denn diese arbeiten vormittags am effektivsten. Deswegen wäre das auch die optimale Zeit für ein ausgiebiges Frühstück.

Der Magen ist zwölf Stunden später übrigens kaum noch aktiv, weswegen ihr nach 19 Uhr auch nichts mehr essen solltet, empfiehlt "gesundheit.de".

9 und 11 Uhr: Die Bauchspeicheldrüse schüttet Enyzme aus

Auch die Bauchspeicheldrüse beginnt nun zu arbeiten und schüttet Enzyme aus, die Nahrung in ihre kleinsten Nährstoffe spalten. Fühlt ihr euch in dieser Zeit nicht gut, kann das am Stress liegen.

In den zwei darauffolgenden Stunden begibt sich das Herz in seine Erholungsphase. Laut "gesundheit.de" solltet ihr euch zur Mittagszeit schonen. Ihr könnt also entspannt Mittag essen und so auch eurer Bauchspeicheldrüse einen Gefallen tun.

13 und 15 Uhr: Der Dünndarm arbeitet auf Hochdruck

Solltet ihr euch danach trotzdem unwohl fühlen, kann das daran liegen, dass euer Dünndarm nicht richtig arbeitet. Das Organ braucht nun alle Energie und ausreichend Blutzufuhr, um sich ganz auf die Verdauung zu konzentrieren.

Das ist im Übrigen auch der Grund dafür, dass unsere Mütter uns vor dem Schwimmen direkt nach dem Essen gewarnt haben.

15 bis 17 Uhr: Die Harnblase entwässert

Treten nachmittags Kopfschmerzen auf, weist die TCM auf einen gestörten Energiefluss der Blase hin. Atemübungen können Abhilfe schaffen.

Von 17 bis 19 Uhr arbeiten die Nieren auf Hochtouren. Frieren - oder sogar Fruchtbarkeitsprobleme - können Hinweise dafür sein, dass die Entgiftung nicht optimal verläuft.

19 bis 21 Uhr: Zurück in den Ruhemodus

Ab 19 Uhr beginnt unser Körper damit, uns auf die Schlafphase vorzubereiten und unsere Organe langsam herunterzufahren. Es ist die beste Zeit, um bewusst zu genießen (aber kein Essen, der Magen arbeitet ja bekanntlich nicht mehr).

Seid ihr hingegen resistent gegen Harmonie oder Zärtlichkeit, könnte euer Blutkreislauf der Grund dafür sein. Denn laut TCM soll das System, das zu dieser Zeit besonders aktiv ist, Einfluss auf unsere Liebesfähigkeit haben.

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