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Das droht Merkel, wenn CDU und CSU unter 30 Prozent fallen

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ANGELA MERKEL
Angela Merkel mit einer "Google Glass" Datenbrille | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • CDU und CSU stehen kurz davor, in Umfragen unter 30 Prozent zu fallen
  • Parteienforscher Werner Patzelt ist der Ansicht, dass die Parteien sich bald nach einem neuen Kanzlerkandidaten umsehen werden
  • Er sieht den Rücktritt des österreichischen Kanzlers Faymann als Warnsignal an Merkel

In den letzten Umfragen liegt die Koalition aus CDU und CSU nur noch knapp über 30 Prozent. Dies ist eine Grenze, die von verschiedenen Parteienforschern als kritisch angesehen wird.

"Wenn die Union in den Umfragen weiter absackt und Richtung unter 30 Prozent geht, wird in CDU und CSU oberhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle die Suche nach einer Alternative zu Angela Merkel beginnen", sagte der Parteienforscher Werner Patzelt von der TU Dresden der "Passauer Neuen Presse".

"Merkel wird in den eigenen Reihen nur von einer Minderheit unterstützt"

Er sieht die Regierungskrise in Österreich und den Zuwachs bei den Rechtspopulisten als Warnsignal für die schwarz-rote Koalition in Berlin. Ähnlich wie bei dem zurückgetretenen österreichischen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) steige auch in der Union der politische Druck.

Seiner Ansicht nach erlebt Deutschland gerade ein politisches Experiment: "Eine Bundeskanzlerin der Union lässt sich in der Flüchtlingspolitik und damit in der zurzeit wichtigsten innenpolitischen Frage vor allem von SPD und Grünen unterstützen. In den eigenen Reihen wird sie nur noch von einer Minderheit unterstützt."

Zwei Drittel der Deutschen sind gegen eine vierte Amtszeit

Zwar sei Angela Merkel für manche 180-Grad-Wende bekannt. "Aber in der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik ist das unrealistisch. Dafür hat sie sich zu stark festgelegt."

Nicht nur die CDU als Partei verliert das Vertrauen der Bevölkerung. Auch Angela Merkel als Person wird immer kritischer gesehen.

Zwei Drittel der Deutschen sind dagegen, dass die Kanzlerin nach der Bundestagswahl 2017 weiter im Amt bleibt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die Zeitschrift "Cicero".

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