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So rühmen sich Österreichs Rechte mit dem Faymann-Rücktritt

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NORBERT HOFER
So rühmen sich Österreichs Rechte mit dem Faymann-Rücktritt | Dominic Ebenbichler / Reuters
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  • Die rechtspopulistische FPÖ betrachtet den Faymann-Rücktritt als ihren Verdienst
  • Ein Sprecher verkündete: "Hofer hat bereits gewirkt, ohne dass er Präsident ist"

Der überraschende Rücktritt des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann hat im deutschen Nachbarland hohe Wellen geschlagen.

Die rechtspopulistische FPÖ sieht sich für Faymanns Abtritt verantwortlich und ätzt gegen den scheidenden Kanzler. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky twitterte: "Was ein schöner Tag für Österreich. Auch Merkel sollte Faymann folgen!"

Die Rechtspopulisten machen keinen Hehl daraus, dass sie den Abtritt Faymanns als ihren eigenen Erfolg betrachten.

"Hofer hat bereits gewirkt, ohne dass er Bundespräsident ist", sagte ein FPÖ-Sprecher nach Faymanns Rücktritt, in Anspielung auf den Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl im April. Hofer persönlich äußerte sich bislang nicht.

Nach Hofers Erfolg bei der Wahl hatte die parteiinterne Kritik an Faymann zugenommen, der seinen Rücktritt nun mit "fehlendem Rückhalt" erklärte.

Strache: "An den Menschen vorbei zielende Politik"

Auch der FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache schoss gegen Faymann und die SPÖ: "Dieser Rücktritt löst das grundsätzliche Problem der SPÖ nicht, und das ist ihre völlig falsche, an den Menschen vorbei zielende und nicht an Österreich orientierte Politik."

Nach dem Rücktritt des Bundeskanzlers übernimmt interimsweise der ÖVP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner die Geschäfte. Vorgezogene Neuwahlen gelten nicht als ausgeschlossen, auch wenn sich bislang nur die FPÖ dafür aussprach.

Mehr zum Thema: Was zur Hölle ist eigentlich in Österreich los? 4 Gründe für den Faymann-Rücktritt

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bp