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Eurovision Song Contest: 1. Halbfinale am Dienstag - die Teilnehmer

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EUROVISION SONG CONTEST
San Marinos Serhat singt auch beim ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest | TT News Agency / Reuters
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Der Eurovision Song Contest (ESC) in Stockholm beginnt am Dienstag mit dem ersten Halbfinale: 18 Länder kämpfen um den Einzug in die Finalshow am Samstag. Doch nur zehn Teilnehmer können sich an diesem Abend dafür qualifizieren. Dasselbe gilt dann für das zweite Semifinale am Donnerstag.

Sechs Länder müssen diese Hürde nicht mehr nehmen, sie stehen bereits fix im Finale: Gastgeber Schweden und die Big Five, also Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Am 10. Mai wird die 1. Halbfinal-Show um 21 Uhr von der ARD ausgestrahlt. Diese Songs erwartet das Publikum:

1. Halbfinale am Dienstag

  • Finnland sendet Sandhja ("Sing It Away") ins Nachbarland - und empfiehlt mit seinem Song, den Ärger sollte man einfach "wegsingen". Die Nummer ist tanzflächentauglich, aber vielleicht fast schon zu eingängig, um am Ende beim Publikum hängen zu bleiben.
  • Griechenland träumt mit Argos "Utopian Land" vom Weiterkommen. Hierfür bietet die Band ein paar Folklore-Elemente, Sprechgesang und dazwischen einen poppigen Refrain.
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  • Lidia Isac vertritt Moldawien mit "Falling Stars": Das ist ein klassischer ESC-Popsong, wie man ihn bei dem Wettbewerb irgendwie schon oft gehört hat. Passend zum Titel "Falling Stars" rieseln im Song-Video Sternenschnipsel herab, während Lidia Isac mit wehendem Haar singt.

  • Ungarn schickt Freddie mit dem Song "Pioneer" zum ESC: Raue Stimme, treuer Blick - so versucht der ungarische Sänger, die Herzen der ESC-Fangemeinde zu erobern.
  • Nina Kralji singt für Kroatien "Lighthouse": Mit ihrer gewaltigen Stimme sticht die Sängerin hervor. Sie dürfte mit ihrem "Leuchtturm"-Lied ganz gute Chancen haben, das Halbfinale zu überstehen.

  • Douwe Bob "Slow Down" kommt für die Niederlande an den Start und bietet einen Country-Hit ohne viel Glitzer. Und diese Rechnung ist beim ESC für unser Nachbarland schon einmal aufgegangen. Als schmuckes Paar schafften die Common Linnets 2014 Platz zwei. Diesmal tritt ein Singer-Songwriter allerdings ohne Antje-Schönheit an seiner Seite an.
  • Armenien sendet mit Iveta Mukuchyan eine psychedelisch angehauchte "Liebeswelle" (Übersetzung des Titels "Love Wave") nach Schweden. Genau wie Jamie-Lee Kriewitz stand die Armenierin schon bei "The Voice of Germany" (2012) auf der Bühne. Die Sängerin lebt nämlich in Hamburg und hat hier auch einen Teil ihrer Kindheit verbracht.

  • San Marino kommt mit Serhat ("I Didn't Know"): Nach vier Versuchen mit Liedern von Ralph Siegel ("Ein bißchen Frieden") versucht es der in Italien liegende Mini-Staat diesmal mit einem langsamen Liebeslied mit vielen Wiederholungen, durch das Serhats tiefe, raue Stimme den Zuhörer behutsam trägt.
  • Sergei Lasarew ("You Are The Only One") kommst aus Russland. Das Riesenland ist oft Riesenfavorit, auch wenn es in den vergangenen Jahren manchmal Buhrufe in der Halle wegen der Krim-Annexion gab. Diesmal singt mit Sergei Lasarew (andere Schreibweise: Sergey Lazarev) ein bekannter Popstar des Landes mit durchtrainiertem Körper und ausladenden Gesten einen temporeichen Song, der Wetten zufolge zu den Favoriten zählt.
  • Skandal um die Jury aus Russland - wird sie nun disqualifiziert?

  • Tschechische Republik ist erst zum fünften Mal beim ESC dabei - ob nun mit Gabriela Gunčíková ("I Stand") zum ersten Mal der Einzug ins Grand-Prix-Finale gelingt? Beim Durchhören der ESC-Beiträge bleibt die diesjährige Popballade nicht unbedingt hängen. (http://dpaq.de/pXMZ8)
  • Minus One ("Alter Ego") vertritt Zypern: Die Lederkerle von Minus One fallen mit ihrem Outfit auf. Auch mit ihrem Rocksong unterscheiden sie sich erheblich von der Konkurrenz, die ja oft auf seichten Pop oder schwülstige Balladen setzt. (http://dpaq.de/oOwP4)
  • Österreich will mit Zoë und "Loin d'ici" bezaubern: Eine elfenhafte Interpretin, die ungewöhnlicherweise für die Alpenrepublik auf Französisch singt - "weit weg von hier" (loin d'ici). Beim österreichischen Vorentscheid hat sich Zoë nur knapp durchgesetzt, vergangenes Jahr war sie daran gescheitert. Aber das ging ja schließlich auch Conchita Wurst im ersten Anlauf so.
  • Jüri Pootsmann ("Play") steht für Estland auf der ESC-Bühne: Bübchenhaftes Gesicht, starke Stimme - Estland tritt mit einem 21-Jährigen an, der schon die Castingshow "Eesti otsib superstaari" (auf Deutsch: "Estland sucht den Superstar") gewonnen hat.
  • Aserbaidschan wird von Samra Rahimli ("Miracle") vertreten: So umstritten Aserbaidschan wegen der Menschenrechtslage ist, so erfolgreich fällt die ESC-Bilanz des Landes aus, das erst seit 2008 dabei ist. Seither schafften es die Vertreter immer ins Finale, einmal war sogar der Sieg drin. Die 1994 geborene Samra Rahimli soll es diesmal richten - mit einer Trennungsballade.
  • Montenegro bietet den Zuschauern Highway mit dem Song "The Real Thing": Die vier Jungs von Highway setzen auf Gitarrengewitter - und zählen damit definitiv zu den ungewöhnlicheren Beiträgen.

  • Greta Salóme ("Hear Them Calling") vertritt Island. Der kleine Staat nimmt seit 1986 an dem Wettbewerb mit. Zum 30-Jahre-Jubiläum vertraut der Inselstaat auf eine alte Bekannte. Greta Salóme trat bereits 2012 für Island an - und landete damals auf Platz 20. Ob mit ihrem kraftvollen Auftritt diesmal mehr drin ist? (http://dpaq.de/RnsxC)
  • Nach drei Jahren ESC-Abstinenz ist Bosnien-Herzegowina mit Dalal & Deen feat. Ana Rucner and Jala zurück. Ihr Song ist "Ljubav je", eine Balkan-Ballade. Los geht's mit Cello-Solo und Trommelwirbel. Zum Gesangsduo von Dalal & Deen gesellt sich später der Rapper Jala - ein bunter Mix.
  • Ira Losco ("Walk On Water") geht für Malta in den ESC: Im maltesischen Vorentscheid hatte Ira Losco - ein Star in dem kleinen Inselstaat - eigentlich mit einem anderen Titel gewonnen, der aber wenig Enthusiasmus auslöste. Jetzt tritt sie mit einer schwedischen Produktion an. Die Sängerin ist Wiederholungstäterin: Sie hatte Malta schon 2002 beim ESC vertreten - und den zweiten Platz ergattert.

2. Halbfinale am Donnerstag

  • Lettland: Justs ("Heartbeat")
  • Polen: Michał Szpak ("Colour Of Your Life")
  • Schweiz: Rykka ("The Last Of Our Kind")
  • Israel: Hovi Star ("Made Of Stars")
  • Weißrussland: Ivan ("Help You Fly")
  • Serbien: Sanja Vučić ("Goodbye")
  • Irland: Nicky Byrne ("Sunlight")
  • Mazedonien: Kaliopi ("Dona")
  • Litauen: Donny Montell ("I've Been Waiting For This Night")
  • Australien: Dami Im ("Sound Of Silence")
  • Slowenien: ManuElla ("Blue And Red")
  • Bulgarien: Poli Genova ("If Love Was A Crime")
  • Dänemark: Lighthouse X ("Soldiers Of Love")
  • Ukraine: Jamala ("1944")
  • Norwegen: Agnete ("Icebreaker")
  • Georgien: Young Georgian Lolitaz ("Midnight Gol")
  • Albanien: Eneda Tarifa ("Fairytale")
  • Belgien: Laura Tesoro ("What's The Pressure")