Huffpost Germany

Elitentreffen in Dresden: Merkel zur Bilderberg-Konferenz eingeladen

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MERKEL
Merkel und vier ihrer Kabinettsmitglieder stehen auf der Gästeliste | huffpostarabi
Drucken
  • Um die jährlich stattfindende Bilderberg-Konferenz ranken sich viele Mythen
  • Das diesjährige Treffen findet im Juni in Dresden statt
  • Eingeladen sind auch Angela Merkel sowie vier ihrer Kabinettsmitglieder

Um die Bilderberg-Konferenz ranken sich viele Mythen. Einmal im Jahr treffen sich mehr als 100 einflussreiche Personen aus Politik, Wirtschaft, Medien, Adel und Hochschulen, um über die dringlichsten politischen Themen zu diskutieren.

Da weder die Tagesordnungspunkte, noch die Ergebnisse der Gespräche an die Öffentlichkeit gelangen, bezeichnen Kritiker die Konferenz seit je her als Treffen mit verschwörungstheoretischem Hintergrund.

Das diesjährige Treffen findet vom 9. bis zum 12. Juni in Dresden statt. Wie die Tageszeitung "taz" berichtet, stehen auch Angela Merkel, sowie Frank-Walther Steinmeier, Sigmar Gabriel, Peter Altmaier und Ursula von der Leyen auf der Gästeliste. Dies geht aus einer Anfrage der Linken an die Bundesregierung hervor.

Eigentlich wird die Gästeliste stets erst kurz vor Konferenzbeginn veröffentlicht. Im sogenannten Lenkungsausschuss des Treffens sitzen unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Paul Achleitner, sowie Thomas Enders, der Vorstandsvorsitzende von Airbus.

"Regierungsmitglieder sollten nicht teilnehmen"

Ob die Regierungsmitglieder tatsächlich an dem Elitentreffen teilnehmen werden, ließ die Bundesregierung gegenüber der Linken offen. Auf die Frage der Partei, welchen Einfluss eine solche Konferenz auf die Politik habe, hieß es: "Austausch und Dialog, insbesondere in internationalen Formaten, sind der Bundesregierung grundsätzlich wichtig, auch ohne dass hierbei konkrete Ergebnisse erzielt werden müssen".

Für den Linken-Abgeordneten Axel Troost sind solche Treffen "typische Lobbyarbeit", die nicht in eine Demokratie passen würden. "Regierungsvertreter sollten da ganz grundsätzlich nicht dran teilnehmen“, sagte er der "taz".

Protest von Links und Rechts

Unmut kommt nicht nur vom linken politischen Spektrum. Der neurechte Verleger Jürgen Elsässer schrieb auf seinem Blog, dass sein "Compact"-Magazin die Proteste gegen die Konferenz unterstützen werde.

Auch die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag stellt sich gegen das Elitentreffen. Die "taz" zitiert die Rechtspopulisten mit folgenden Worten: "Hier werden Weichen für politische und wirtschaftliche Entwicklungen gestellt und die demokratische Mitbestimmung der nationalen Parlamente ausgehebelt". Die Partei lehne den Trend, eine neoliberale Globalisierungsagenda über die Köpfe der Nationalstaaten hinweg durchzusetzen, klar ab.

Auch auf HuffPost:

Diese "Wikileaks" -Enthüllung könnte Merkels politisches Ende besiegeln


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.