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Politisches Erdbeben in Österreich: Bundeskanzler Faymann tritt zurück

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WERNER FAYMANN
Paukenschlag in Österreich: Faymann tritt zurück | Heinz-Peter Bader / Reuters
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  • Werner Faymann ist als österreichischer Bundeskanzler und SPÖ-Chef zurückgetreten
  • Faymann erklärte, er spüre "keinen Rückhalt mehr in der Partei"

Paukenschlag in Österreich: Werner Faymann tritt als Bundeskanzler und als SPÖ-Chef zurück. "Ich bedanke mich für siebeneinhalb Jahre und wünsche meinem Nachfolger viel Glück", erklärte Faymann heute während einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt in Wien. "Ich trete zurück, weil ich keinen Rückhalt mehr in der Partei habe", so Faymann.

Österreich habe nach der schwierigen Phase der Finanzkrise im vergangenen Jahr den Flüchtlingansturm zu bewältigen gehabt, sagte der 56-Jährige. Dies habe Österreich gut gemeistern. Faymann verteidigte erneut das Ende der "Willkommens-Kultur" und die zunehmend restriktivere Flüchtlingspolitik des Landes. "Es wäre verantwortungslos gewesen, nicht auch eigene Maßnahmen zu setzen."

Am Wochenende und auch die Tage davor hatte die Kritik an der SPÖ und der Person Faymanns als Parteichef zugenommen. Besonders die Gewerkschaften des Landes kritisierten Faymann.

Faymann war seit Anfang Dezember 2008 österreichischer Bundeskanzler. Nach der Niederlage seiner Partei in der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl am 24. April war der SPÖ-Chef mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert worden.

Für Montagnachmittag war ein vorgezogenes Treffen des Bundesparteivorstandes angekündigt worden. Dort sollte es um die personelle wie inhaltliche Neugestaltung der Partei gehen.

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