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DSDS-Finale: Das haben die Zuschauer zuhause nicht gesehen

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DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR
"Deutschland sucht den Superstar": Das haben die Zuschauer zuhause nicht gesehen | Getty Images
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Am Samstag ging das 13. Finale der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" über die Bühne. Die zuvor von RTL als "größtes Finale aller Zeiten" angepriesene Live-Sendung wurde aber zum Flop. Und das gleich aus mehreren Gründen.

13.000 Zuschauer waren am Samstagabend im ISS Dome in Düsseldorf mit dabei, um das Spektakel live zu erleben. 82,35 Euro kostete ein Ticket für die Finalshow.

Bevor die Zuschauer allerdings auf ihren Plätzen waren, dauerte es eine Weile. Sie mussten laut "RP Online" nämlich erst einmal anstehen, bevor sie auf ihre Plätze in der Halle gelangten. Die Schlangen wären mehrere hundert Meter lang gewesen, viele der Wartenden hätten in der prallen Sonne ausharren müssen.


Doch nicht alle, die den Eingang erreichten, waren dann auch glücklich genug, um in die Halle zu kommen. Laut Augenzeugenbericht von Michael Bayer in der "Frankfurter Rundschau" wurde Jugendlichen unter 14 Jahren oder jenen ohne Ausweis der Eintritt verwehrt. Auch, wenn diese in Begleitung ihrer Eltern waren.

Für Familien, die lange Anfahrtszeiten und möglicherweise auch Hotelbuchungen auf sich genommen hatten, ein Desaster.

Applaus Applaus - für die Wiederholungssendung

Die Zuschauer, die es dennoch auf ihre Plätze geschafft hatten, wurden vor dem Beginn der Show gebeten, erst einmal zu applaudieren. Denn während der Wiederholung der Sendung gibt es mehr Werbeeinschaltungen als während der Live-Sendung.

Dementsprechend musste Moderator Oliver Geissen seine Gäste auch öfter verabschieden und wieder willkommen heißen, heißt es in der "Frankfurter Rundschau".

Ansonsten hätte das Live-Publikum Geissen aber nicht allzu oft zu Gesicht bekommen. Die Zuschauer im Saal "wurden den kompletten Abend fast schon ignoriert" ist der genaue Wortlaut in dem Bericht.

Das deckt sich mit Informationen der "Rheinische Post Online", in der zwei 18-jährige Mädchen ihre Erlebnisse vor Ort schilderten. Applaudieren und Jubeln sei für die Ausstrahlung der Wiederholung mehrmals geübt worden.

Gute Stimmung? Fehlanzeige

Trotz der vielen Aufwärmübungen kam unter den 13.000 Zuschauern vor Ort erst durch den Auftritt von Menderes wirkliche Stimmung auf. Das hätte vor zehn Jahren wohl noch niemand vermutet.


Besonders skurril: In den Werbepausen sollen sowohl Berichten der "Frankfurter Rundschau" als auch der "Rheinischen Post" zufolge Zuschauer aufgetreten sein. Die Meinungen dazu gehen in verschiedene Richtungen.

Die Auftritte werden als "willkommene Abwechslung" und "mit gellenden Pfiffen quittierte" Gastvorstellung beschrieben.

Auch N24 hatte für die Zuschauer am Ende nur Mitleid übrig. Diese konnten sich dank dem häufigen Einsatz von Pyrotechnik am Geruch von Schießpulver erfreuen,, hieß es dort.

Ähnlich enttäuscht müssen wohl auch jene zuhause vor den Fernsehern gewesen sein: Nur 3,6 Millionen Menschen verfolgten live, wie Prince Damien Ritzinger aus München die 13. Staffel von DSDS gewann. Der Sender verzeichnet damit ein Quoten-Rekordtief.

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