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Nichts konnte ihre Despressionen lindern - bis diese einfache Idee ihr Leben veränderte

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SAD WOMAN
Nichts konnte ihre Despressionen lindern - bis diese einfache Idee ihr Leben veränderte | Tara Moore via Getty Images
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“Der Hund ist der beste Freund des Menschen.” Diesen Satz würden mit Sicherheit so ziemlich alle Hundebesitzer ohne zu zögern unterschreiben. Dass die Bindung zwischen Besitzer und Vierbeiner aber auch ein Leben retten kann, beweist der Fall einer jungen Frau, die jahrelang unter schweren Depressionen litt.

“Ich füllte mich ungeliebt, war der Meinung, dass ich es einfach nicht wert war, dass man sich um mich kümmert.” Obwohl Corine Toren einen Freund und eine sie liebende Familie hat - selbst an ihrer neuen Universität hat sie schnell ein paar Freunde gefunden -, fiel sie regelmäßig in tiefschwarze Löcher, aus denen sie sich nur schwer wieder befreien konnte, wie sie in einem emotionalen Text auf Eltie Daily beschreibt.

Sie fragte sich immer wieder nach dem Sinn ihres Daseins, suchte nach etwas, das die Leere in ihrem Herzen füllt und überlegte, wie es wohl sei, wenn es sie nicht mehr gäbe.

Kann ein Hund Depressionen heilen?

“Knapp drei Jahre lang kämpfte ich gegen meine Angstzustände und die immer wiederkehrenden Depressionen. Ich ging zu Therapeuten und Psychiatern, probierte verschiedene Antidepressiva aus. Ich wurde von meinen irrationalen Ängsten komplett überrannt und hatte das Gefühl, dass ich niemals ein normales Leben führen werde.”

Doch dann hatten die Eltern von Corine eine so einfache wie lebensrettende Idee: Wie wäre es, wenn sie sich einen Hund zulegt, der sie in ihrem Leben an der Uni begleitet? Was sie zunächst als lächerlichen Vorschlag abtat, sollte sich schon bald als die beste Entscheidung ihres Lebens herausstellen. Aristoteles heißt ihr Retter auf vier Pfoten. Sie fand ihn in einem Tierheim und laut Corine war es Liebe auf den ersten Blick. Nachdem sich die beiden aneinander gewöhnt hatten, gelang es Aristoteles, seinem Frauchen den Lebenswillen und Lebenssinn zu geben, den sie bislang vergeblich suchte.

Tiere sind unvoreingenommen und üben keinen Erwartungsdruck auf uns aus

Und tatsächlich gibt es zahlreiche Fälle und Studien, die belegen, dass sich die Anwesenheit von Tieren positiv auf die menschliche Gesundheit auswirkt.

Die sogenannte tiergestützte Therapie kann Menschen mit Depressionen helfen, sich zu öffnen, Emotionen wieder zu erlangen und sich einfach mal wieder gut zu fühlen. Auch bei Autisten, traumatisierten Menschen und hyperaktiven Kindern zeigt sich die positive Wirkung von Tieren. Warum aber ist das so?

Tiere stellen keine Erwartungen an den Menschen, sie werten nicht über das, was wir tun, wie wir aussehen, wie wir uns geben. Sie sind frei von Vorurteilen, nicht nachtragend und akzeptieren uns so, wie wir sind. Dadurch üben sie keinen Leistungsdruck auf uns aus und stecken uns nicht in Schubladen.

Auch kommt bei Hunden wie Aristoteles, der aus einem Tierheim geholt wurde, der Aspekt der Verbundenheit dazu, da das Tier vermutlich selbst schon einmal schwere Zeit durchgemacht und sich ungeliebt gefühlt hat.

All das bewirkt, dass sie das Selbstwertgefühl von depressiven Menschen steigern, sie dazu anregen, sich mehr mitzuteilen und ihnen eine Aufgabe geben: “Geh’ mit mir Gassi. Spiel’ mit mir. Gib mir was zu fressen - kümmer’ dich um mich, denn ich brauche dich!”

Genau diese Wirkung hat Corine am eigenen Körper erfahren. “Es kam mir vor, als verwandelte ich mich in einen ganz neuen Menschen, zu einer besseren Versionen von mir selbst. Aristoteles half mir dabei, alles was ich bereits habe, wert zu schätzen. Er hat mein Leben gerettet - und dafür danke ich ihm jeden Tag.”

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