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Dieses Gefährt macht die Berliner Gewässer unsicher: Für einen guten Zweck

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PANTHER RAY
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Panther Ray: Der Name des ungewöhnlichen Gefährts klingt fast gefährlich. Wie ein Piratenschiff. Und auch die Gallionsfigur des Boots, ein schwarzer Stahl-Panther, mutet bedrohlich an. Doch hinter der Panther Ray, die auf dem Berliner Landwehrkanal unterwegs ist, steckt eine geniale Idee.

Die Panther Ray ist Berlins erstes Müll-Schiff. Und das in doppeltem Sinne. Denn zum einen besteht das Gefährt aus Abfall: Im vergangenen Sommer begann ein Team von rund 15 Freiwilligen damit, das "Floß“ nur aus Müll zu bauen. Mittlerweile ist es fertig. Und: Zum anderen soll es die Berliner Gewässer von Müll befreien.

Abfalljagd und Aktionskunst

Ein Netz am Floßunterbau fischt beim Fahren den treibenden Müll aus dem Wasser, den die Betreiber dann ordnungsgemäß entsorgen. Der Clou: Auch diese Vorrichtung besteht aus Materialien, die andere weggeworfen haben. Unter anderem einem Einkaufswagen.

Nun ist das Gefährt regelmäßig auf der Spree unterwegs: Das Schiff soll zum Ort von Kunst und Aktion werden. Auf der Seite der Funding-Plattform Startnext, wo im vergangenen Jahr über 10.000 Euro für das Projekt zusammenkamen, schreiben die Initiatoren: "Wir träumen von kleinen Konzerten für ZuschauerInnen am Ufer, Theaterstücken auf der schwimmenden Bühne oder politischen Guerillaaktionen.“

Kondome, Ratten und Fußbälle

Am Wochenende war die Panther Ray im Rahmen des Aktionstags "Let’s Clean Up Europe“ unterwegs.

Mit Erfolg. Crew-Mitglied Basta sagte der Zeitung "B.Z.“: “Bei früheren Fahrten haben wir schon die verrücktesten Sachen gefunden, von Kondomen, über tote Ratten bis zu alten Fußbällen.“

Doch neben der tatsächlichen Säuberung geht es den Aktivisten auch um die Botschaft des "Upcyclings“. Denn die Panther Ray zeigt: Aus wertlosem vermeintlichen Abfall lässt sich etwas Neues schaffen.

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