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Sarah Wiener wettert gegen Backshops: "Geistige Verarmung"

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SARAH WIENER
Tristar Media via Getty Images
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Starköchin Sarah Wiener ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es um ihre Vorstellung von ausgewogener und gesunder Ernährung geht.

So forderte sie kürzlich, dass in Kantinen von Schulen und Kitas nur einmal die Woche Fleisch serviert werden soll. Denn: Zu viel Fleisch sei ungesund und die Kinder müssten lernen, bewusst mit Essen umzugehen.

Nun hat sie sich die Produkte der Backshops vorgenommen, die derzeit in allen deutsche Städten nach und nach die alteingesessenen Bäckereien verdrängen. Gegenüber dem Magazin "Focus" kritisierte sie das Angebot vieler Backhops als geistige und handwerkliche Verarmung.

Trend "Hauptsache viel und billig"

"In den Backmischungen von heute ist immer dasselbe drin: global gehandelter Weizen, mal sind Sonnenblumenkerne aus Asien drauf, mal Mohn, mal Sesam“, sagte die Berliner Gastronomin dem Magazin. Der Trend sei: "Hauptsache, viel und billig“.

Früher hätten Bäcker mit regionalem Getreide gebacken, Brot habe überall im Land anders geschmeckt. "Durch die Erfindung der Brötchenmaschinen in den 70ern haben wir das Wissen über handwerkliches Brot fast verloren", sagte die Köchin dem "Focus".

Mittlerweile sei eine Generation herangewachsen, die nur noch Industriebrot kenne. Mit fatalen Folgen, so Wiener: "Wir haben verlernt, auf unseren Körper zu hören, und wissen nicht mehr, was ihm guttut."

"Qualitative Abwärtsspirale"

Auch Discounter sind ihrer Ansicht zu einem großen Teil daran Schuld, dass so viele Menschen in Deutschland sich ungesund ernähren. Sie selbst betrete freiwillig keinen Discounter, sagte die 53-Jährige vor einigen Monaten im Interview mit der Huffington Post.

"Ich möchte kein System befördern, von dem ich weiß, dass es eine qualitative Abwärtsspirale auslöst."


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(glm)