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Muttertag: Google Doodle und die Frage, warum wir Muttertag feiern

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GOOGLE DOODLE MUTTERTAG
Das Google Doodle zum Muttertag | Google Doodle
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Am 8. Mai ist Muttertag - auch beim Google Doodle. Das kleine Bildchen der Suchmaschine erinnert uns daran, Mütter oder auch Mutterfiguren sind stets um uns herum.

Ob sie im Business-Kostüm zur Theateraufführung eilen oder in Sportschuhen ihren kleinen Fußballer bejubeln: Sie begleiten uns, wenn wir noch in den Kinder-Schuhen stecken - und eigentlich auch dann, wenn wir ihnen schon längst entwachsen sind.

Sie sind bei uns. Helfen und unterstützen uns. Und auch wenn mancher (gut gemeinte) Ratschlag in den Ohren des Kindes nervt, lieben wir sie. Mama ist eben die Beste. Das sagt nicht nur die Werbeindustrie mit bunten Tassen oder lustigen Karten, sondern an diesem Tag viele große und kleine Kinder.

8. Mai ist Muttertag - die Idee stammt aus den USA

Der 8. Mai ist schließlich dafür die perfekte Gelegenheit: Es ist Muttertag. Es wird irgendwie erwartet und es ist doch schön, dass die Mutter bereits weiß: Heute steht sie im Mittelpunkt.

Seit 1923 wird der Muttertag in Deutschland am Sonntag des zweiten Mai-Wochenendes gefeiert. Die Idee dazu stammt von der Frauenbewegung in den USA.

Passend zum Thema: So ist Muttersein wirklich: 10 Dinge, die dir andere Mütter nicht sagen - ich aber schon

Als ihre Begründerin gilt die Anna Marie Jarvis. Sie veranstaltete am 12. Mai 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, ein Memorial Mothers Day Meeting. Sie wollte ihre Mutter ehren und auch auf die Problemen von Frauen an sich aufmerksam zu machen, schreibt zum Beispiel die "Stuttgarter Zeitung".

Muttertag gibt es seit 1914 in den USA

Jarvis forderte dann auch einen offiziellen Festtag für Mütter. Mit Erfolg! US-Präsident Woodrow Wilson führte 1914 auf Wunsch des Kongresses den zweiten Sonntag im Mai als nationalen Ehrentag für Mütter ein (dessen spätere Kommerzialisierung Jarvis jedoch dann sehr missfiel).

Am 8. Mai ist Muttertag: Geschenke für Mama

Bald darauf gelangte die Idee nach Europa - zunächst nach England, Skandinavien und in die Schweiz. Den ersten deutschen Muttertag gab es 1923.

Kritik am Muttertag

Und seitdem wird dieser durchaus kritisch betrachtet. Da der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber den deutschen Muttertag zu Beginn organisiert haben, flammte schnell Kritik an der Kommerzialisierung des Tages auf. Für Blumengeschäfte gehört die Muttertagswoche bis heute zu den umsatzstärksten des Jahres.

Auch die Verbindung zum Dritten Reich lassen manchen argwöhnisch zucken: Im Dritten Reich wurde der Feiertag nämlich genutzt, um Propaganda für das klassische Familien- und Mutterbild der Nazis zu machen.

Und heute stellt sich zudem die Frage: Beschenken Männer ihre Frauen an Muttertag, auch um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen? Schließlich kümmern sich auch jetzt noch viele Frauen um Kinder und Haus. Psychologen glauben der "Wirtschaftswoche" zufolge, ja.

Die Kinder kümmern sich darum nicht. Sie freuen sich, ihrer Mama etwas Gutes zu tun. Am Muttertag - und wohl auch sonst.

Mit dpa-Material

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(lk)