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Jamie Lee Curtis zum Tod von Prince: "Den Schmerz töten"

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PRINCE JAMIE LEE CURTIS
Lasst uns den Schmerz töten | Getty
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THE BLOG

Während wir auf die Untersuchungsergebnisse warten, berichtet die "New York Times"" gerade darüber, dass Prince toxisch war. Ich kann das nachvollziehen. Ich war auch toxisch.

Auch ich habe einmal ungeduldig darauf gewartet, dass das Rezept für das Opiat ausgefüllt wird, nach dem ich insgeheim süchtig war.

Auch ich habe zu viele auf einmal genommen. Auch ich suchte nach einem Weg, emotionalen und körperlichen Schmerz mit Tabletten zu lindern. Ihn zu vernichten. Ihn zu stoppen.

Jetzt ist es ein Purple Rain

Zu viele unserer Mitmenschen - berühmt, berüchtigt, oder gänzlich unbekannt - haben nach derselben Linderung gesucht. Die Symbolik in James Taylors "Fire and Rain", einer Hymne der Sucht, wirkt noch melancholischer, denn jetzt ist es ein Purple Rain, ein weiterer Verlust an die Drogensucht.

Ich bin eine der Glücklichen, die sich vor mehr als 17 Jahren von der Opiatabhängigkeit befreien konnte.

Jetzt scheint es so, als würden staatliche Organe, die AMA (American Medical Association), FDA (Food and Drug Administration) und die Medien anfangen, auf die zunehmende Epidemie der Opiatabhängigkeit hinzuweisen. Es gab Neueinschätzungen und Versuche, die herrschende Überverschreibung von Opiaten einzudämmen.

So klingt es, wenn wir alle weinen

Die meisten Menschen, die wie ich eine Abhängigkeit entwickeln, tun dies, nachdem ihnen aufgrund einer medizinischen Behandlung Schmerzmittel verschrieben wurden. Sobald das Verlangen einsetzt, ist es oft zu spät.

Wie ihr alle betrauere ich den Tod eines großartigen Künstlers, aber ich betrauere auch die Tode potenzieller Künstler in der Vergangenheit und Gegenwart, die in diesem tödlichen Schraubstock gefangen sind.

Lasst uns härter arbeiten, genauer hinsehen und alles tun, um das nicht zuzulassen - und indem wir das tun, unsere Lieben, die krank sind, von der Sucht abhalten.

So klingt es, wenn wir alle weinen.

Dieser Blog erschien ursprünglich bei der Huffington Post USA und wurde von Gina Louisa Metzler aus dem Englischen übersetzt.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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