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Sky du Mont: "Der Tod ist mir egal"

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Sky du Mont im Film

Im Februar veröffentlichte Sky du Mont sein neues Buch "Stehe ich jetzt unter Denkmalschutz?". Seitdem wird der Schauspieler immer wieder auf das Thema Alter angesprochen. Dabei strahlt er trotz seiner bald 70 Jahre mehr Jovialität aus als so manch jüngerer Kollege. Vielleicht liegt das ja auch daran, dass er dem Alter und sogar dem Tod ziemlich gelassen entgegenblickt: "Ich habe ein wahnsinnig tolles Leben gehabt", erklärt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Am Sonntag ist der 69-Jährige in der Dora-Heldt-Verfilmung "Wind aus West mit starken Böen" um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen.

In der Bestseller-Verfilmung spielen Sie einen Alzheimer-Patienten. Machen Sie sich Sorgen, selbst daran zu erkranken?

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Sky du Mont: Ich hoffe natürlich, dass ich nicht krank werde und der Familie zur Last falle.

Der Familie nicht zur Last fallen, wie würden Sie das verhindern?

du Mont: Wenn ich merke, dass ich ein alter Mann geworden bin, würde ich mich meiner Familie entziehen. Ich würde in ein Altersheim gehen und mich freuen, wenn meine Frau und meine Kinder mich dann immer besuchen. Ich will meine Kinder und meine Frau nicht mit meinem Alter belasten - das kann ja je nach Pflegebedürftigkeit sehr anstrengend sein. Den Leuten, die man liebt, sollte man nicht zur Belastung werden. Das ist Liebe.

Ist der Tod ein Thema für Sie?

du Mont: Klar beschäftige ich mich mit dem Tod. Ich habe ein Testament. Ich habe einen Testamentsvollstrecker. Ich habe alles geregelt. Schon lange. Man wird ja nicht plötzlich alt. Im Grunde genommen ist mir der Tod aber egal. Ich habe ein wahnsinnig tolles Leben gehabt. Ich habe tolle Kinder, eine tolle Frau. Ich will nur nicht krank sein.

Seit Ihrem jüngsten Buch sprechen alle mit Ihnen über das Alter. Unlängst ist Ihre Frau 40 geworden, was ja auch kein einfacher Geburtstag für eine Frau ist. Worin liegt der Unterschied?

du Mont: Wir Männer sind ein bisschen dämlich. Mit 70 kaufen wir uns eine Harley mit Fransen dran. Und glauben, dass wir eine Striptease-Tänzerin bekehren können. Wir haben da eine kleine Vollmeise. Bei Frauen ist das anders. Sie ziehen in einem gewissen Alter Bilanz: Was ist in meinem Leben bisher passiert? Was habe ich geschafft? Das ist sicher nicht einfach für sie. Aber es ist sicher auch nicht einfach für sie, mit einem Mann zusammenzuleben, der nächstes Jahr 70 wird... Aber was ist schon einfach?

Anders als viele vermutet haben, hat Ihre Beziehung gehalten. Sie sind seit 16 Jahren zusammen. Streiten Sie viel?

du Mont: Das stimmt, manche haben uns nur drei Monate gegeben. Das Zehnjährige haben wir auch deshalb groß gefeiert. Wir streiten heute so gut wie gar nicht mehr. Früher ja. Wir kennen uns inzwischen aber auch so gut, dass wir wissen, welche Themen zu Streit führen würden.

Am Sonntag ist auch Muttertag. Wie wird dieser Tag bei Ihnen gefeiert?

du Mont: Ich bin eigentlich gegen diese Kommerztage und lehne auch den Valentinstag ab. Natürlich schicke ich meiner Mutter trotzdem etwas und rufe sie an. Das läuft dann allerdings immer gleich ab, denn sie sagt jedes Mal: "Wie, feiert ihr das heute? Bei uns feiert man das an einem anderen Tag."

Und für Mirja?

du Mont: Da werde ich die Kinder animieren, dass sie etwas machen...