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Daran erkennt man bei Facebook, ob eine Beziehung wirklich glücklich ist

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Daran erkennt man bei Facebook, ob eine Beziehung wirklich glücklich ist | Maskot via Getty Images
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Wer hat nicht diese verliebten Paare in seiner Freundesliste bei Facebook, die ständig ihre Liebe zueinander bekunden müssen. Hier ein Kussfoto, da ein "Love you"-Hashtag, dort ein kitschiger Pinnwand-Eintrag.

Ja, sie nerven. Vor allem deshalb, weil man nicht unbedingt scharf darauf ist, ständig vorgezeigt zu bekommen, wie glücklich Andere sind.

Aber um ehrlich zu sein: Das andere Extrem ist auch nicht besser. Nämlich Paare, die öffentlich auf Facebook streiten, die sich ihre Vorwürfe auf die Pinnwand statt ins Gesicht klatschen.

Facebook als Teil der Beziehung

Was wir schon länger geahnt haben: Facebook spiegelt nicht die Realität wider. Egal, ob Paare auf Facebook streiten oder ihre Liebe zeigen: Sie tun es vor allem, weil sie eine Bestätigung von Außen brauchen.

In einer gesunden, stabilen Beziehung macht man eine Sache, wenn man streitet: Man spricht miteinander - und zwar unter vier Augen.

Und in einer gesunden, stabilen Beziehung macht man eine Sache nicht, wenn es gut läuft: Man ruft alle seine Freunde an und erzählt ihnen, wie verliebt man doch ist.

Auf Facebook machen wir uns und unser Leben attraktiver

Meik Wiking, der CEO des Happiness Research Institute, sagte in einem Interview mit "The Local": "Facebook verzerrt unsere Wahrnehmung der Realität und wie das Leben der anderen Menschen wirklich aussieht".

Es ist nicht erst seit Facebook, dass sich Menschen aus ihrer Existenz flüchten und ein anderes Ich von sich erschaffen. Das "Facebook-Ich" sei "sozial akzeptierter und attraktiver", beschreibt die wissenschaftliche Arbeit einer israelischen Universität 2015 die Selbstdarstellung auf Facebook.

Wir präsentieren uns auf Facebook anders als im echten Leben - und zwar auch, wenn es um unsere Liebe geht. Doch das Schlimmste daran ist: Wir wissen, dass wir lügen.

Facebook-Posts sind meistens nicht ehrlich

Bei einer Umfrage auf OnePoll, an der über 2000 Frauen teilnahmen, gab ein Drittel der Befragten zu, auf Facebook nicht ehrlich zu sein.

"Wir erarbeiten uns mit aller Kraft ein Bild von uns selbst in der Online-Welt, das den Anderen vormachen soll, wir seien die ganze Zeit glücklich - und das kann ganz schön anstrengend und unerfüllend sein", sagt der britische Psychologe Michael Sinclair im Interview mit "The Telegraph".

Paare, die ihre Beziehung auf Facebook zur Schau stellen, wollen also der ganzen Welt weismachen, dass sie glücklich sind - und zwar glücklicher, als sie in Wirklichkeit sind.

Ein wirklich glückliches Paar erkennt man bei Facebook also vor allem daran, dass man nicht viel von der Beziehung mitbekommt.

Übrigens: Eine in dem wissenschaftlichen Magazin "Personal Relationships" veröffentlichte Studie aus dem Jahre 2013 geht davon aus, dass jene Paare, die ihre Beziehung auf Facebook ausleben, weniger von ihren Facebook-Freunden gemocht werden.

Es bringt also keiner Seite etwas, sein Liebesleben auf Facebook zur präsentieren. Weder denen, die anderen vorgaukeln, glücklich zu sein. Und schon gar nicht denen, die es ertragen müssen. Also hört verdammt nochmal auf damit.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(glm)