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Guardiola flippt nach Champions-Halbfinale in der Kabine aus: "Warum schafft ihr das nicht?"

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  • Nach dem Aus in der Champions League soll Bayern-Trainer Guardiola in der Kabine ausgeflippt sein
  • Es ging um die medizinische Abteilung
  • Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen im Text seht ihr im Video oben

Hässliche Szenen in der Bayern-Umkleide: Nach dem Ausscheiden des FC Bayern im Champions-League-Halbfinale gegen Atlético Madrid soll Trainer Pep Guardiola in der Kabine ausgerastet sein.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Augenzeugen. Demnach soll es in der Bayern-Kabine beinahe zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Es ging wohl mal wieder um die medizinische Abteilung.

"Godin ist bei Atlético schnell fit. Warum schafft ihr das nicht? Warum dauert das bei unseren Verletzten immer so lange?", soll der Bayern-Trainer die Ärzte angebrüllt haben.

Ribéry musste Guardiola zurückhalten

Der Atlético-Abwehrchef Diego Godin war im Hinspiel noch wegen einer Zerrung ausgefallen. Doch schon im Rückspiel eine Woche später stand der Uruguayer wieder auf dem Platz.

Und er war entscheidend für den Sieg der Spanier: Mit seiner Leistung half Godin, den knappen Vorsprung der Madrilenen über die Zeit zu retten.

Nach dem "Bild"-Bericht soll ein Mediziner soll aufgesprungen sein und zurückgebrüllt haben: "Das darfst du nicht sagen. Du hast alle Spieler zur Verfügung. Alle außer Robben und Badstuber." Robben hat seit Anfang März Adduktorenbeschwerden und befindet sich gerade im Aufbautraining. Badstuber ist mit kurzen Unterbrechungen seit dreieinhalb Jahren durchgehend verletzt.

Guardiolas Ungeduld führt zu noch mehr Ausfällen

Der Streit soll daraufhin dermaßen eskaliert sein, dass Franck Ribéry dazwischengehen musste, berichtet "Bild". Guardiola gilt als sehr ungeduldig. Er will seine verletzten Spieler so schnell wie möglich wieder auf den Platz schicken.

"Wenn der Arzt sagt, der Spieler ist in acht Wochen fit, will ich ihn in sieben Wochen haben", sagte Guardiola nach dem Rücktritt von Vereinsarzt Müller-Wohlfahrt.

Nach Ansicht der Mediziner führt das aber zu unnötigen Verletzungen und noch mehr Ausfällen - etwa wie im Fall von Franck Ribéry. Der Franzose fiel wegen Sprunggelenksproblemen für beinahe die gesamte Hinrunde der aktuellen Saison aus.

Als Ribérys auf dem Weg der Besserung war, warf ihn Guardiola im unbedeutenden letzten Champions-League-Gruppenspiel bei Dinamo Zagreb sofort wieder in die Startelf. Die Konsequenz: ein Muskelbündelriss.

Der Spieler fehlte wieder bis Mitte Februar.

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(sk)