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Idee zur Integration: Bayern will Flüchtlinge als Bauern und Gärtner

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Idee zur Integration: Bayern will Flüchtlinge als Bauern und Gärtner | dpa
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  • In Bayern sollen verstärkt Flüchtlinge für landwirtschaftliche Berufe ausgebildet werden
  • So sollen technisch versierte Zuwanderer auch ohne gute Sprachkenntnisse zu Arbeit kommen

Flüchtlinge sinnvoll in den Arbeitsmarkt zu integrieren, gehört zu den Mammutaufgaben, die in den nächsten Jahren auf die deutsche Politik zukommen. Denn Analysen von Arbeitsmarktforschern zeigen: Dürfen Flüchtlinge erst mal arbeiten, tun sie sich auf dem Jobmarkt schwer. Gründe sind die häufig schwachen Sprachkenntnisse und eine schlechte Ausbildung. In Bayern hat man eine Idee, wie man jungen Zuwanderer dennoch eine Perspektive schaffen kann.

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Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hat eine Informationskampagne zu so genannten "grünen Berufen“ ins Leben gerufen: In München sagte er, eine fundierte Ausbildung im Agrarbereich sei gerade für praktisch oder technisch begabte Asylsuchende der optimale Start ins Arbeitsleben und damit ein wertvoller Beitrag zur Integration.

Infobroschüren und Praktika

Die Kampagne sieht vor, dass Berater aus den Landwirtschaftsämtern in den Integrationsklassen der Berufsschulen aktiv werden und Praktika an die Flüchtlinge vermitteln. Infobroschüren sollen dazu auch ins Arabische übersetzt werden.

"Wir wollen die jungen Asylbewerber möglichst frühzeitig informieren, damit sie die richtigen Weichen für ihr weiteres Leben stellen können“, sagte Brunner.

Auch in Niedersachsen gibt es bereits ähnliche Bestrebungen. Mithilfe von Betriebsbesichtigungen sollen Flüchtlinge hier für grüne Berufe interessiert werden. Die Website www.agrarjobboerse.de informiert darüber hinaus über Fragen zur Arbeitserlaubnis, Integration und Berufen rund um die Landwirtschaft.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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