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Donald Trump wird Kandidat der Republikaner im Präsidentschaftswahlkampf

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DONALD TRUMP
Der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump während der Vorwahlen in Indiana | Aaron Bernstein / Reuters
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  • Der Republikaner Ted Cruz zieht sich aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurück
  • Damit ist sicher, dass Donald Trump der Präsidentschaftskandidat der Republikaner wird

Jetzt ist es sicher: Donald Trump wird bei den US-Präsidentschaftswahlen im November der Kandidat der Republikaner.

Sein einziger ernstzunehmender Konkurrent Ted Cruz auf. Der Senator von Texas sagte in der Nacht zum Mittwoch vor Anhängern in Indianapolis, er beende seinen Wahlkampf schweren Herzens.

Cruz unterlag Trump bei den Vorwahlen in Indiana

Damit ist der Weg für den Milliardär Trump als Kandidat seiner Partei für das Weiße Haus frei.

Cruz erklärte, er habe immer gesagt, er kämpfe so lange weiter, wie es eine realistische Chance auf die Kandidatur gebe. Er müsse aber nach dem Ergebnis der jüngsten Vorwahl in Indiana am Dienstag anerkennen, dass die Wähler anderes wollten.

Cruz hatte bereits vor der Wahl in Indiana keine Chance mehr, die Präsidentschaftsnominierung vor dem republikanischen Parteitag im Sommer in Cleveland zu bekommen. Sein Ziel bei dieser Wahl war es, Trump Delegiertenstimmen zu verwehren und es dem Milliardär dadurch schwerer zu machen, sich die Präsidentschaftskandidatur vor der Parteiversammlung zu sichern.

Der erzkonservative Senator hätte die Vorwahl in dem Bundesstaat unbedingt gewinnen müssen, um Trump noch aufhalten zu können. Doch damit ist Cruz gescheitert. Trump hatte auch die Vorwahl in Indiana mit großem Abstand gewonnen.

Bei den Demokraten liegt Clinton vorne

Cruz lag nach Auszählung von etwa 70 Prozent der Stimmen in Indiana weit abgeschlagen hinter Trump.

Trumps Konkurrent John Kasich will weiter im Rennen bleiben, bis Trump "die magische Zahl erreicht".

Der New Yorker Milliardär muss für die Nominierung die Schwelle von 1237 Delegierten erreichen. Mit dem Sieg in Indiana kommt er ihr nochmals näher.

Bei den Demokraten zeichnete sich dagegen ein deutlich knapperes Rennen ab. Die frühere First Lady und Ex-Außenministerin Hillary Clinton lag nach Auszählung von 15 Prozent der Stimmen nur einen Punkt vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders, dem Senator von Vermont.

Im Rennen der Demokraten liegt Clinton insgesamt mit weitem Abstand vorne.

Cruz bezeichnet Trump als "krankhaften Lügner"

Doch Cruz wollte nicht ohne dramatischen Abgang von der Wahlkampf-Bühne gehen. In einer denkwürdigen Pressekonferenz ließ er seinem Frust freien Lauf.

Er bezeichnete Trump als "krankhaften Lügner", als "Narzisst auf einem Niveau, das dieses Land noch nicht gesehen hat".
Mit Material der DPA

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(ben)