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Merkel korrigiert Kurs: Kanzlerin will Wähler von AfD zurückgewinnen

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  • Im Angesicht des AfD-Aufstiegs plant Kanzlerin Merkel eine Kurskorrektur
  • Die CDU müsse wieder Wähler rechts der Mitte ansprechen
  • Auch der Umgang mit der AfD müsse sich ändern
  • Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen im Text seht ihr im Video oben

Lange war sie standhaft geblieben, hatte so getan, als perlten die Kritik an ihrer Person und die Wahl- und Umfrageerfolge der AfD an ihr ab: Jetzt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum ersten Mal eine Kurskorrektur in Aussicht gestellt. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Teilnehmer der CDU-Präsidiumssitzung am Montag berichteten der Zeitung, Merkel habe dort erklärt, die Union müsse wieder verstärkt auf konservative Wähler rechts der Mitte zugehen.

Merkel will nicht weiter auf die AfD einprügeln

Im Umgang mit der AfD habe die Bundeskanzlerin eine neue Strategie vorgeschlagen. Es sei nicht sinnvoll, immer nur auf die Partei und ihre Wähler einzuprügeln, so Merkel.

Damit stellt sich Merkel auch gegen CDU-Generalsekretär Peter Tauber, der die AfD noch am Montag, nach dem Bundesparteitag der Partei in Stuttgart, scharf kritisiert hatte.

Tauber bezeichnet AfD als "reaktionär und autoritär"

Tauber sagte, das beschlossene Grundsatzprogramm der Rechtspopulisten sei "nicht konservativ, nicht patriotisch, nicht freiheitlich, sondern ist vor allem reaktionär und autoritär", ihre Haltung sei "ausgrenzend“.

Mit dem angestrebten Kurswechsel reagiert die CDU-Chefin auf die sinkenden Umfragewerte der Union, die erhebliche Teile ihrer Wählerschaft auch an die AfD verloren hat, die derzeit in Umfragen bundesweit bei über 10 Prozent liegt.

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bp

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