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Kölner Silvesternacht: Erster mutmaßlicher Sex-Täter kommt vor Gericht

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COLOGNE NEW YEAR
Ein afganisches Flüchtlingskind hält nach der Kölner Silvesternacht ein Plakat hoch, dass die Übergriffe verurteilt | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht kommt erstmals ein Verdächtiger wegen eines Sexualdelikts vor Gericht
  • Er soll eine Frau an Gesäß, Hüfte und Taille begrapscht haben
  • Zuvor drehten sich Gerichtsverfahren zur Silvesternacht nur um Diebstähle

Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln steht zum ersten Mal ein Angeklagter wegen eines Sexualdelikts vor Gericht.

An diesem Freitag um zwölf Uhr beginnt der Prozess gegen einen 26-Jährigen wegen versuchter sexueller Nötigung. Der Algerier soll zusammen mit etwa zehn anderen Männern in der Vorhalle des Hauptbahnhofs eine Frau umzingelt, begrapscht und bestohlen haben.

An Gesäß, Hüfte und Taille begrapscht

Laut Anklage sei das Opfer aus der Gruppe heraus zwei bis drei Minuten lang von mehreren Personen "in sexueller Motivation" am Gesäß, der Hüfte und der Taille angefasst worden, sagte ein Sprecher des Kölner Amtsgerichts. In dem Getümmel soll der 26-Jährige der Frau das Handy aus der Tasche gezogen haben.

Deshalb ist er auch wegen Raubes und versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall angeklagt. Nach Angaben seines Verteidigers bestreitet der 26-Jährige die Vorwürfe.

Wegen Raubes wird auch der Bruder des Mannes auf der Anklagebank sitzen. Der 23-Jährige soll ebenfalls einer Frau das Handy gestohlen haben, während sie von mehreren Männern umstellt wurde.

Mit Material der DPA

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(ben)