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Mord von Höxter: Verdächtiger hat schon 1995 eine Frau gefoltert

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HOEXTER MORD
Ermittler durchsuchen das Haus der Verdächtigen in Höxter | DPA
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  • An diesem Dienstag will die Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen im Mordfall in Höxter informieren
  • Der Hauptverdächtige wurde bereits in den neunziger Jahren wegen einer Gewalttat verurteilt
  • Die damalige Tat weist erschreckende Parallelen zum heutigen Fall auf

Der Mord an einer Frau, die von einem Paar wochenlang in Höxter gefangen gehalten und schließlich getötet wurde, schockierte das Land.

An diesem Dienstag will die Staatsanwaltschaft über die Ermittlungen informieren. Zudem wird jetzt bekannt, dass der Hauptverdächtige schon lange wegen sadistischer Neigungen der Polizei bekannt war.

Eine Tat im Jahr 1995 schien den heutige Mord anzukündigen

In den 90er-Jahren wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen alten Bericht in der "Neuen Westfälischen". Die damalige Tat im Jahr 1995 schien die heutige anzukündigen - die Parallelen sind unübersehbar.

Demnach lernte der mutmaßliche Täter 1994 eine Frau aus Paderborn über eine Anzeige kennen - so, wie auch jetzt das Opfer in Kontakt mit dem Verdächtigen kam.

Die Frau und der Verdächtige heiraten schnell. Doch die Ehe wird zur Hölle: Er foltert sie regelmäßig.

"Bild" zitiert den Staatsanwalt in der Verhandlung in der damaligen Verhandlung. "Als sein Essen auf dem Herd anbrannte, boxte er sie nieder, schlug ihren Kopf auf den Boden und würgte sie.“ Zudem habe er ihre eine Gaspistole an den Kopf gehalten und ein heißes Bügeleisen auf Arme und Beine gedrückt.

Mit Säure verätzt und in den Kofferraum gesperrt

Nachdem seine schwangere Geliebte mit ihm ins Haus zog, seien sie beide über die Ehefrau hergefallen. Das Opfer sei mit Säure verätzt, zu abstoßenden Sexpraktiken gezwungen und verprügelt worden.

Zudem hätten die beiden sie in einen Kofferraum gesperrt und seien mit ihr stundenlang durch die Gegend gefahren. Schließlich hätten Verwandte die Frau befreit.

Aus dem Text geht nicht hervor, ob es sich bei dieser Geliebten um die heutige Lebensgefährtin des Verdächtigen handelt, die an der Tat beteiligt gewesen sein soll.

Hinweise auf weitere Opfer

Gestern war bekannt geworden, dass das Paar einen weiteren Mord gestanden hat. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und weiterer Medien aus Polizeikreisen haben die festgenommenen 46 und 47 Jahre alten mutmaßlichen Täter ein weiteres Tötungsdelikt zugegeben.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn hatte am Montag zudem bestätigt, dass es Hinweise auf weitere Opfer gebe.

Der 46-Jährige habe wohl schon häufiger versucht, über Annoncen Kontakt zu Frauen aufzunehmen, sagte der Sprecher. Bei der Polizei haben sich mehrere Frauen gemeldet, die früher einmal Kontakt zu dem Mann hatten.

Mit Material der dpa

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(sk)