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Verfassungsschutz beobachtet rund 90 Moscheen in Deutschland

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MOSCHEE
Hinterhofmoscheen machen Sicherheitsexperten Sorgen | dpa
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  • In Berlin treffen sich Sicherheitsexperten, um über die Terrorgefahr zu diskutieren
  • Vor allem sogenannte "Hinterhofmoscheen" machen ihnen Sorgen

Rund 90 Moscheegemeinden in Deutschland stehen nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz unter geheimdienstlicher Beobachtung. "Wir haben Sorge, dass es viele islamistische Moscheegemeinden in Deutschland gibt, die wir auch in den Blick nehmen müssen", sagte der Präsident der Behörde, Hans-Georg Maaßen, am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Dabei handele es sich um meist arabischsprachige "Hinterhofmoscheen", wo Anhänger mit Hassreden zum Dschihad aufriefen. Vergangene Woche hatte der Unionsfraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, eine Kontrolle der Moscheen gefordert, ohne jedoch ins Detail zu gehen.

Nach Angaben des der Bundesregierung von 2006 gibt es in Deutschland um die 2600 Gebetshäuser - darunter die "Hinterhofmoscheen".

"Brauchen eine Koalition gegen Extremismus"

Der Verfassungsschutz beobachtet laut Maaßen religiöse und politische Extremisten. "Was wir uns nicht anschauen, sind die Muslime in Deutschland", betonte er. Deutschland brauche eine "Koalition gegen Extremismus" in Zusammenarbeit mit Muslimen.

Am Montag findet in Berlin ein Symposium des Bundesamtes für Verfassungsschutz zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) statt. Vertreter von Geheimdiensten und Polizeibehörden wollen über die globale Bedrohung, die Gefährdungslage in Deutschland und die Terrorabwehr diskutieren.

"Islamistischer Extremismus, Dschihadismus in Deutschland ist nicht denkbar ohne Ausland, ohne Al-Kaida und den IS", sagte Maaßen.

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(sk)