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Als sie diese Tüte über der Tür aufhing, veränderte sich plötzlich das Verhalten der Kinder

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Lehrer haben immer wieder das Problem, dass sie an ihre Schüler nicht herankommen. Sie versuchen sie zu unterrichten, merken aber, dass die Kinder abgelenkt sind von Problemen zu Hause - mit ihren Eltern, ihren Freunden.

Die US-amerikanische Lehrerin Kisten McCulloch hatte einen genialen Einfall, damit sich ihre Schüler ihr gegenüber öffnen. Sie hing eine Tüte über der Klassentür auf. Die Tüte enthält eine wichtige Botschaft. Denn die Schüler der Klasse sammeln darin Dinge, die sie mit persönlichen Problemen und Schwierigkeiten verbinden.

"Wir alle haben etwas gemeinsam"

McCulloch, wollte ihnen damit zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. Und die Aktion war ein voller Erfolg, wie sie in einem Post auf Facebook mitteilte, der von der Seite "Love what Matters" geteilt wurde:

"Wenn man in unser Klassenzimmer geht, sieht man über unserer Tür eine Tüte hängen. Diese Tüte beinhaltet Dinge, die wir mit Problemen oder Schlechtem in unserem Leben verbinden und mit in die Schule bringen. Dinge, die uns ablenken, traurig oder wütend machen.

Ich habe herausgefunden, dass wir alle etwas gemeinsam haben. Etwas, das uns alle wütend macht: Jeder glaubt, dass er der Einzige ist, der ein Problem, ein schweres Leben, Schwierigkeiten mit der Familie oder was auch immer es sein mag, hat.

"Eine Menge Tränen"

Also haben wir heute alle anonym auf ein Blatt Papier geschrieben, was uns am Herzen lag, die Zettel zusammengeknüllt und sie in die Tüte geworfen. Ich habe sie alle vermischt und die Schüler mussten einen Zettel herausnehmen und laut vorlesen, was darauf stand.

Ich konnte nicht glauben, womit manche von ihnen zuhause zu kämpfen hatten - ihren Kollegen ging es gleich. Am Ende gab es eine Menge Tränen, eine Menge Umarmungen und oft fiel der Satz "Ich hatte keine Ahnung, dass so viele Menschen auch mit so vielen Schwierigkeiten zu kämpfen haben".

Ich habe mit meine Schülern über den Sinn des Projekts diskutiert: Er lautet, dass du nie weißt, wie viel Lasten ein Mensch zu tragen hat. Es ist so wichtig, sich das in Erinnerung zu behalten, wenn wir miteinander reden. Ich wollte, dass sie sehen, dass sie nicht alleine sind und dass sie eine ganze Klasse haben, die das nachempfinden und sie unterstützen kann.

Unsere Geschichten hängen jetzt neben unserer Tür, um uns an das "Päckchen" zu erinnern, das andere möglicherweise zu tragen haben."

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