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Teilnehmerliste des Parteitags geleakt: Unbekannte veröffentlichen Telefonnummern von 2000 AfD-Mitgliedern

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PETRY
dpa
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  • Unbekannte haben die Mitgliederliste des AfD-Parteitags im Internet veröffentlicht
  • Adressen und Telefonnummern von 2000 AfDlern landeten auf einem Portal der linksradikalen Szene

Tag zwei des Parteitags in Stuttgart ist für die AfD mit einer unerfreulichen Nachricht gestartet. Unbekannte hätten die Teilnehmerliste der Veranstaltung im Internet veröffentlicht, musste AfD-Chef Jörg Meuthen den Mitgliedern am Sonntagmorgen mitteilen.

Adressen und Telefonnummern von rund 2000 Parteimitgliedern seien auf dem Internet-Portal der linksradikalen Szene aufgetaucht, sagte Meuthen.

Der AfD-Chef kündigte eine "strafrechtliche Verfolgung" an. Schon in Bremen waren gestern die Namenlisten samt Privatanschrift und Handynummern geleakt worden. Meuthen kündigte strafrechtliche Ermittlungen und die Überprüfung des IT-Bereichs der AfD an.

"Das ist kein Spielchen"

Meuthen sagte, er könne verstehen, dass dieses Datenleck unter den Mitgliedern für erhebliche Unruhe sorge. "Das ist kein Spielchen, was da stattfindet."

Alles Aktuelle vom Parteitag könnt ihr hier im Live-Blog lesen

Die AfD berät bei ihrem 5. Parteitag in Stuttgart an diesem Wochenende über ein bundesweites Parteiprogramm. Die größten Streitthemen sind der Islam und der Umgang mit Zuwanderung.

Heftige Streitereien über Zuwanderungsverbot

Die Mitglieder stritten heftig über ein generelles Verbot von Einwanderung. Nachdem die rund 2000 Teilnehmer des Parteitages am Samstagabend in ihr Parteiprogramm geschrieben hatten, "Einwanderung, insbesondere aus fremden Kulturbereichen" sei grundsätzlich abzulehnen, wiesen einige Mitglieder am Sonntag darauf hin, dass die AfD sich in ihrer Anfangsphase immer für eine kontrollierte Zuwanderung von Fachkräften nach dem Vorbild Kanadas eingesetzt habe.

Von dieser Linie sollte man jetzt nicht abweichen. Einige Redner erklärten, problematisch sei vor allem die Zuwanderung von Muslimen. Christliche Migranten aus Asien sollte man in Deutschland willkommen heißen.

Schlussendlich wurden einige am Vortag beschlossene radikale Formulierungen wieder gekippt. Stattdessen heißt es im Parteiprogramm jetzt: "Für den Arbeitsmarkt qualifizierte Einwanderer mit hoher Integrationsbereitschaft sind uns willkommen."


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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