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Tierschutz-Aktion in Kenia: Dieses Lagerfeuer zeigt auf, wie grausam Menschen sind

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Kenia hat die Nase voll von Wilderei und illegalem Handel mit Tieren. Also veranstaltete der President Uhuru Kenyatta ein gigantisches Lagerfeuer im Nairobi Nationalpark. Er zündete elf riesige Stapel an. Und die bestanden nicht aus Feuerholz, sondern aus Schmuggelware.

25.000 Stücke mit einem Gewicht von über 100 Tonnen, darunter Elefantenzähne, Hörner und exotische Tierhäute, wurden bei dem Lagerfeuer verbrannt. Auf dem Schwarzmarkt hätte die Ware mehr als 105 Millionen Dollar einbringen können.

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Quelle: Reuters

Die Behörden haben sie verbrannt, um eine Nachricht an die Welt zu senden: Hinter jedem Horn, hinter jedem Zahn, hinter jedem teuren Produkt steckt ein lebendes Tier, ohne das die Ware wertlos ist.

Es handelt sich dabei fast um den gesamten Bestand an illegaler Ware, den der Staat Kenia bisher beschlagnahmt hat. Allein mehr als 6700 Stoßzähne von Elefanten befinden sich darunter.

Kenia drängt auf ein internationales Verbot von Elfenbein

Tausende Experten für Artenschutz, Wissenschaftler, Diplomaten, Parkranger und Politiker aus der Region waren bei dem Lagerfeuer anwesend. Auch einige Prominente, darunter Schauspielerin Liz Hurley, waren trotz der Regenzeit in den Nationalpark gekommen.

Kenia kämpft seit Jahrzehnten gegen den illegalen Elfenbeinhandel. Gemeinsam mit Uganda und Gabun will das Land ein internationales Verbot von Elfenbeinhandel beim Gipfel der Vereinten Nationen in diesem Jahr durchsetzen.

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Quelle: Reuters

"Wilderei wird von internationalen Verbrecherorganisationen angetrieben; sie fördert Korruption; sie untergräbt Recht und Sicherheit; und sie finanziert andere transnationale Verbrechen", sagte President Uhuru Kenyatta auf dem "Giants Club"-Gipfel.

Er warnte außerdem vor der immensen Bedrohung für gewisse Tierarten: "Die Zukunft des afrikanischen Elefanten und des Nashorns ist alles andere als gewiss, solange es Nachfrage für ihre Produkte gibt."

In Afrika leben zwischen 450.000 und 500.000 Elefanten, aber mehr als 30.000 von ihnen werden jedes Jahr wegen ihrer Stoßzähne umgebracht.

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Quelle: Reuters


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößern sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

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(lk)