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Bei Kundgebung in Sachsen: Justizminister Heiko Maas flüchtet vor rechten Pöblern

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  • Justizminister Heiko Maas flüchtet bei einer Veranstaltung zum Tag der Arbeit in Zwickau vor rechten Pöblern
  • Zuvor war Maas bereits bei einer Rede massiv gestört worden
  • DGB-Verantwortliche zeigen sich empört über die Vorfälle in Sachsen

Mit Trillerpfeifen, "Hau ab"-Rufen und obszönen Gesten haben Demonstranten in Zwickau den Auftritt von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) bei einer Kundgebung zum Tag der Arbeit gestört.

Nach Gewerkschaftsangaben handelte es sich um eine Gruppe rechter Störer. Die Rednerbühne musste am Sonntag von der Polizei geschützt werden. Es habe aber keine tätlichen Auseinandersetzungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Jubel bricht aus, als Maas die Stadt verlässt

Dennoch war Maas offenbar so genervt von den Störern, dass er - umringt von Demonstranten - nach seiner Rede ins Auto flüchtete und davonfuhr. Ein zuvor geplantes Gespräch mit Bürgern ließ Maas platzen.

Auf einem Video, das derzeit im Netz kursiert (weiter oben zu sehen), ist zu sehen, wie aufgebrachte Bürger (die sich auf Plakaten teilweise selbst als "Pack" bezeichnet hatten) trotz Polizeischutz die Autos umringen, mit denen Maas und seine Mitarbeiter in die sächsische Stadt gekommen waren. Mehrere Demonstranten zeigten Maas und seinen Mitarbeitern den Mittelfinger. Als der Justizminister davonfährt, bricht Jubel unter den Protestlern aus.

"Das habe ich noch nicht erlebt"

Die DGB-Vorsitzende der Region Südwestsachsen, Sabine Zimmermann, zeigte sich entsetzt. "Ich habe es noch nicht erlebt, dass bei einer Gewerkschaftkundgebung an einem 1. Mai die Bühne von der Polizei geschützt werden muss", sagte sie. Es seien dennoch alle Reden gehalten worden. Der DGB lasse sich sein Recht auf eine Veranstaltung am 1. Mai nicht nehmen.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

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