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Immer wieder Ärger um BER: Ingenieur auf Baustelle vergiftet

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BERLIN AIRPORT
Immer wieder Ärger um BER: Ingenieur auf Baustelle vergiftet | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • Auf der Baustelle des Flughafens BER soll ein Mitarbeiter vergiftet worden sein
  • Der Vorfall könnte im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal stehen, der im März aufgedeckt wurde

Immer wieder Ärger um das Flughafen-Großprojekt BER. Dieses Mal jedoch anderer Art: Ein Ingenieur auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens soll vergiftet worden sein, berichtet die "Bild am Sonntag“. Bereits seit vergangenem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft Cottbus wegen gefährlicher Körperverletzung.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte der Zeitung, es gebe noch keinen konkreten Tatverdächtigen.

Die Tat könnte mit einem Korruptionsskandal in Verbindung stehen: Anfang 2015 hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass ein BER-Prokurist Bestechungsgelder von der mittlerweile insolventen Firma Imtech angenommen hat.

Giftige Substanz im Kaffee

Der Skandal wurde damals durch einen anonymen Tipp aufgedeckt. Damals wurde in Flughafenkreisen verbreitet, dass der später vergiftete Ingenieur der Hinweisgeber gewesen sein soll.

Das Opfer soll schon seit mehreren Jahren am Flughafen-Projekt arbeiten und in einer leitenden Position tätig sein. Im Mai letzten Jahres sei der Ingenieur auf der Baustelle zusammengebrochen, nachdem er einen Kaffee getrunken habe, berichtet die "Bild am Sonntag“. Die Vergiftung soll Wochen später durch ein medizinisches Gutachten nachgewiesen worden sein.

Wie es scheint, wurde eine nicht frei erhältliche, giftige Substanz in den Kaffee des Opfers auf der Baustelle gemischt. Nach langer Behandlung ist das Opfer wieder arbeitsfähig.

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