Huffpost Germany

BER-Chef sieht großen Durchbruch - doch ein Experte widerspricht vehement

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BERLIN AIRPORT
Flughafen-Experte legt nach: "Was BER-Chef sagt, ist absurd" | Fabrizio Bensch / Reuters
Drucken
  • BER-Chef Mühlenfeld glaubt an baldigen Durchbruch im Streit um Brandschutzmaßnahmen des Flughafens
  • Der Flughafen-Experte Dieter Faulenbach da Costa widerspricht den Einschätzungen des Verantwortlichen

Jetzt soll es endlich voran gehen: Karsten Mühlenfeld, Chef des Berliner Pannen-Flughafen BER zeigt sich optimistisch, in den kommenden zwei Wochen eine Lösung im Streit um die Brandschutz-Anforderungen des Flughafens zu finden. Das sagte Mühlenfeld der Zeitung "Die Welt“.

Der Architekt Dieter Faulenbach da Costa, der selbst bis 1999 mit der Planung des Flughafens betraut war, hält an seiner Kritik an dem Großprojekt fest. Kürzlich hatte er verlauten lassen, er zweifle daran, dass BER je in Betrieb gehen würde.

Jetzt sagte er der Huffington Post, angesprochen auf den Optimismus des BER-Chefs: "Der Flughafen wird 2017 nicht fertig. Auch nicht 2018. Wenn sie es 2019 schaffen würden, wäre das ein absoluter Glücksfall.“

Faulenbach: "Forderungen des BER-Chefs sind absurd"

Die Aussagen Mühlenfelds in der "Welt“, er hoffe auf die Unterstützung des Bauordnungsamt seien "absurd“, sagte Faulenbach da Costa. Das Bauordnungsamt habe sich an die Gesetze zu halten – und nicht nach Sympathie zu richten, oder wie wichtig das Projekt ist.

Der BER-Chef hatte mit Blick auf die Behörde, die für die Kontrolle der Sicherheitsvorkehrungen zuständig ist, gefordert: "Alle Beteiligten müssen sich ein paar Millimeter bewegen."

Carl-Heinz Klinkmüller, der frühere Chef des BER griff Faulenbach in der „Welt“ indes für seine kritische Haltung an. Faulenbachs Aussage, der Flughafen werde wegen Fehlern bei der Brandschutzanlage wahrscheinlich nie eröffnen, tat Klinkmüller als "absoluten Blödsinn ab“.

"Haben sich die Probleme selbst geschaffen"

"Das kommt ja häufiger vor, dass das was ich sage als Blödsinn bezeichnet wird“, konterte Faulenbach da Costa im Gespräch mit der Huffington Post. Als er 2012 gesagt habe, BER werde nicht bis März 2013 fertig, habe auch jeder gesagt, er spinne.

An seiner Kritik halte er fest: "Die Verantwortlichen haben sich immer mehr Probleme geschaffen, weil sie statt Neues zu bauen Halb-Fertiges umgebaut haben.“

Auch auf HuffPost:

"Bundesregierung will ablenken": Sarrazin kritisiert Plan für Bargeld-Obergrenze