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Kampf gegen die Volksverführer: 15 Deutsche, die sich mit bemerkenswerten Mitteln gegen den AfD-Populismus wehren

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Steigende Umfragewerte, wachsende Mitgliederzahlen, zweistellige Ergebnisse bei Landtagswahlen: Die AfD scheint kaum zu stoppen. Und je krasser die Forderungen der Partei sind ("An den Grenzen auf Flüchtlinge schießen"), desto lauter der Applaus.

Dieses Wochenende wird die Partei auf ihrem Parteitag in Stuttgart zudem entscheiden, wie weit nach rechts sie wirklich rücken will. Unterstützt die Mehrheit die noch vergleichsweise moderate Frauke Petry - oder gewinnt der rechte Flügel um den beurlaubten Lehrer Bernd Höcke?

Während viele Politiker etablierter Parteien weitgehend hilflos auf das mal verblüffend dämliche, mal menschenverachtende Treiben der AfD blicken, finden Bürger ganz eigene Antworten: Sie nehmen den Kampf gegen Rechts einfach selbst in die Hand - mit teils bemerkenswerten Instrumenten.

Diese 15 Menschen haben uns ganz besonders beeindruckt:

1. "#2KreuzefuerDeutschland"-Initiatoren

kreuze

Zugegeben, es ist eine ungewöhnliche Form des Protests. Doch vielleicht machte gerade das den Online-Aufruf "#2KreuzefuerDeutschland" im Februar so populär. Als die Landtagswahl in Baden-Württemberg bevorstand, sorgte ein Unbekannter mit einem kleinen Bildchen für eine Art Facebook-Hype. Darin rief er Anhänger der AfD und NPD dazu auf, ungültige Stimmzettel abzugeben.

In dem Aufruf, den damals mehrere Facebookseiten teilten, hieß es: "Bald sind Landtagswahlen. Zu zweit sind wir stärker. Macht mit, Zweitstimme heißt ZWEI Stimmen auf der rechten Seite! Liste AfD UND Liste NPD! Nachtrag: Natürlich könnt ihr denen da oben gerne noch eine Botschaft auf den Stimmzettel schreiben, damit sie wissen was wir von ihnen halten!"

Wie viele Bürger ihre Wahlzettel auf diese Weise tatsächlich ungültig gemacht haben, ist nicht bekannt.

2. Markus Müller, Intendant am Mainzer Staatstheater

markus müller

Zufälle gibt's: Ausgerechnet an dem Abend, an dem 300 AfD-Anhänger eine Kundgebung vor dem Mainzer Staatstheater abhielten, sangen im November vergangenen Jahres 120 Mitarbeiter des Theaters im Foyer des Gebäudes Beethovens "Ode an die Freude" - und übertönten damit zeitweise die AfD-Veranstaltung (Motto: "Gegen das Asylchaos").

Die Idee dazu kam von Theaterintendant Markus Müller. Er hatte die Belegschaft zu der Extraprobe eingeladen, um an dem Abend „die besonderen akustischen Gegebenheiten des Foyers auszutesten“, und zwar bei einer Probe des berühmten Schlusschores aus Beethovens 9. Symphonie.

Darin heißt es übrigens in den Worten Schillers: "Alle Menschen werden Brüder".

3. Robin Himmelmann, Fußballprofi beim FC St. Pauli

himmelmann

Dass sich Profi-Fußballer zu politischen Entwicklungen äußern, kommt leider viel zu selten vor. Umso mehr Gewicht hat daher ein emotionaler Facebookpost, den St.-Pauli-Torwart Robin Himmelmann nach den AfD-Wahlerfolgen im Februar veröffentlicht hat.

Darin zeigt sich Himmelmann besorgt über die politische Situation im Land: "Es ist erschreckend zu sehen, dass einige Menschen anscheinend nichts aus unserer braunen Vergangenheit gelernt haben", schrieb Himmelmann. Eine klare Ansage an alle AfD-Wähler.

"Eigentlich sollten wir doch aus der Geschichte schlauer geworden sein", heißt es in dem Facebookpost weiter. Es sei ein Anstoß, um jetzt – mehr denn je – Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. Himmelmanns klare Botschaft: Man solle nicht wegschauen, sondern darüber sprechen. "Lasst nicht zu, dass Hass und falsches Gedankengut unsere Gesellschaft weiter unterwandern", schrieb der 27-Jährige.

4. Schulbuch-Verlag Schroedel

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Eines muss man der AfD lassen: Sie hat es immerhin schon in deutsche Schulbücher geschafft. Doch Grund zum Feiern ist das für Petry, Gauland & Co. nicht. Im Gegenteil: Es dürfte sie beunruhigen, dass der Schroedel-Verlag (Westermann-Gruppe) seit kurzem Unterrichtsmaterialien für Lehrer zum Download anbietet, mit dem Schüler unter anderem über die Ideen und Ziele der Rechten aufgeklärt werden sollen.

Für Schüler ab der siebten Klasse empfiehlt der Verlag auf seiner Homepage beispielsweise eine zweiseitige Zusammenfassung des (teilweise entlarvenden) Entwurfs des AfD-Parteiprogramms.

Auf dem Arbeitsblatt des Verlages ist davon die Rede, dass die AfD Muslime schikaniere, gegen Ausländer hetze und radioaktiven Müll nicht entsorgen wolle - allesamt Vorwürfe, denen sich die AfD zurecht stellen muss.

In der Beschreibung heißt es, das Arbeitsblatt analysiere das Parteiprogramm und helfe den Schülerinnen und Schülern, die AfD inhaltlich richtig zu verorten. Von einer differenzierten und kritischen Auseinandersetzung mit ihrer Agenda hält die AfD offenbar nicht viel. Ihr Co-Chef Jörg Meuthen nennt die Passagen bei Facebook "verzerrende Aussagen" und fragt provokativ: "Was lernen unsere Kinder eigentlich in der Schule? "

5. Kurt Gribl, Oberbürgermeister von Augsburg

gribl

Es war ein deutliches Zeichen gegen die Rechtspopulisten um AfD-Chefin Frauke Petry - und das ausgerechnet aus den Reihen der CSU: Als Petry im Februar dieses Jahres beim Neujahrsempfang der beiden AfD-Stadträte im Augsburger Rathaus sprechen wollte, hatte der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl Petry zunächst ein Hausverbot erteilt und den Empfang komplett verboten.

"Die Zeiten, in denen es möglich war oder vielleicht auch vertretbar war, zu ignorieren und wegzuschauen, sind vorbei“, sagte der CSU-Politiker. "Frau Petry ist und bleibt in Augsburg unerwünscht.“ Das Augsburger Verwaltungsgericht kippte Gribls Verbot zwar wieder - die Aufmerksamkeit war ihm anschließend jedoch sicher. Rund 2000 Menschen demonstrierten anschließend gegen den Petry-Auftritt im Rathaus.

6. Eko Fresh, Rapper


eko fresh

Er ist Vorbild für eine ganze Generation junger Rap-Fans - und will seine Stimme dazu nutzen, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen.

Der Kölner Rapper Eko Fresh hat in seinem Track "Albtraum für Deutschland" vor einigen Wochen heftig gegen führende AfD-Politiker ausgeteilt: Thüringens umstrittenen AfD-Chef Björn Höcke nannte er in dem Song einen "Möchtegern-Goebbels" und in Anlehnung an die Schießbefehl-Aussagen mehrerer AfD-Granden rappte er: "Du findest Waffeneinsatz an der Grenze ganz okay? Stell dir mal vor, du müsstest Schutz in anderen Ländern suchen gehen."

Man muss kein Hip-Hop-Fan sein, um den Zeilen etwas Wahres abzugewinnen. Der Song wurde bei Facebook bereits millionenfach aufgerufen - darunter offenbar auch von AfD-Politikern.

In einem ausführlichen Facebook-Post reagierte der Berliner AfD-Landesverband auf Eko Freshs Song - und empfahl dem Sänger unter anderem, doch einmal über die politischen Versäumnisse von Kanzlerin Angela Merkel zu rappen. So etwas nennt man wohl Eingriff in die Kunstfreiheit.

7. Fanclub "BVB-Freunde Deutschland"

dortmund

Unter einigen Politologen gilt es als gefährlich, AfD-Sympathisanten künstlich aus der Gesellschaft auszuschließen - man dränge sie damit in eine Opferrolle, warnen sie.

Dennoch (oder vielleicht gerade deswegen?) sorgte eine ungewöhnliche Aktion des Fanclubs "BVB Freunde Deutschland" vor kurzem für Aufsehen: Man wolle künftig Mitglieder rausschmeißen, wenn sie für die AfD werben, teilten die Verantwortlichen Anfang März in einer Erklärung mit.

"AfD-Sympathisanten treten offensiv bei uns auf und zeigen offen ihre Themen und Gesinnung. Explizit diese Menschen möchten wir rigoros ausschließen", erklärte Matthias Saathoff, Vorsitzender des BVB-Fanclubs, kürzlich. Die Maßnahme zeigte in rechten Kreisen offenbar Wirkung: Zuletzt habe er viele Hassmails und Morddrohungen erhalten, berichtet Saathoff.

8. Frank Dehmer, Oberbürgermeister von Geislingen

dehmer

Ein anderer, weitaus weniger öffentlichkeitswirksamer Fall ereignete sich rund 60 Kilometer südöstlich von Stuttgart.

Weil er einen nachhaltigen Imageschaden für seine Stadt befürchtete und "das friedliche Miteinander" schützen wolle, beschloss der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer im Februar, AfD-Politiker Björn Höcke die Teilnahme an einer Wahlkampfveranstaltung in der Geislinger Altstadt zu verbieten.

Auch hier hob das Verwaltungsgericht das ausgesprochene Hausverbot zwar wieder auf - das Signal, das von Dehmers Aussagen ausging, dürfte seine Wirkung jedoch nicht verfehlt haben.

"Was Herr Höcke an undemokratischen Aussagen von sich gibt, ist alles andere als das, war wir uns in städtischen Einrichtungen vorstellen", erklärte Dehmer seine Entscheidung.

Der AfD habe man die Nutzung der städtischen Räume dagegen nicht verbieten können, schließlich handle es sich um eine zugelassene Partei, die wie alle anderen Parteien das Recht habe, nach den derzeitigen Statuten der Stadt Räume für ihre Veranstaltungen anzumieten, sagte der Geislinger Oberbürgermeister weiter.

9. Die Schauspieler aus einem Satire-Spot zur AfD

extra 3

Es ist die vielleicht genialste Protestaktion, seitdem es die AfD gibt: Die Satiresendung "Extra 3" gab Ende 2014 mehreren Schauspielern eine ganz besondere Gelegenheit, die AfD zu demaskieren.

Für einen Satire-Clip machten sie genau die Darsteller ausfindig, die zuvor in einem AfD-Werbespot zur Bundestagswahl 2013 zu sehen waren und sich vor der Kamera über vermeintliche Probleme im Land aufgeregt hatten.

In der neuen, "ehrlichen" NDR-Version des AfD-Spots wurden dann Teile des Originals mit neuen Szenen zusammengeschnitten - heraus kam das Video "Mut zur ganzen Wahrheit", das Themen wie das fragwürdige Familienbild der AfD oder den Umgang mit Migranten aufgriff.

Wenn Satire eine Waffe ist, dann waren die "extra 3"-Macher so etwas wie frühe Vorkämpfer gegen den rechten Populismus der AfD.

10. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)

sternberg

AfD-Ausschlüsse sind nicht das politische Allerheilmittel unserer Zeit. Am wenigsten vereinbar ist die AfD-Isolierung gar mit christlichen Werten. Doch von Nächstenliebe wollte das Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) Anfang des Jahres offenbar nichts mehr wissen - zumindest im Umgang mit der AfD.

Im Februar setzte ZdK-Präsident Thomas Sternberg ein Zeichen und lud die AfD vom Katholikentag in Leipzig aus. Die Entscheidung stieß jedoch selbst bei einigen neutralen Beobachtern auf Kritik. Der Vorwurf: Dem eigenen Anspruch, Menschen einzuschließen, würde der ZdK nicht gerecht. Die "Zeit" kommentierte: "Die katholische Kirche in Deutschland wäre in diesem Fall genauso 'diskussionsunfähig', wie Frauke Petry ihr vorwirft."

Andererseits: Wer am Grenzzaun auf Flüchtlinge schießen will, darf sich nicht wundern, von Teilen der Gesellschaft verachtet zu werden. Und wer rechtskonservativen Katholiken (und damit möglicherweise auch AfD-Sympathisanten) demonstriert, dass sie nicht toleriert werden, hat zumindest eine mutige Entscheidung getroffen.

11. Die AdBusting-und Protest-Gruppe “Dies Irae”

dies irae

Zum Thema Kunst und AfD-Kritik: Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine neue Form des politischen Protests: Anonyme Künstler überkleben und verfremden Werbeplakate, bis die Botschaft passt.

Und die sogenannte AdBusting-Bewegung hat offenbar auch die AfD im Visier: Die Aktivisten von Dies Irae ("Tag des Zorns") sorgen immer wieder mit kurzen, aber donnernden Aktionen gegen Rechtspopulismus und Rassismus für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.

So wie im Januar: Plötzlich waren in der Erfurter Innenstadt Bushaltestellen mit AfD-kritischen Plakaten beklebt. Am selben Tag sollte in der Stadt eine AfD-Demo stattfinden.

Die Botschaften auf den Plakaten waren eindeutig: "Refugees Welcome" stand da in großen Lettern, oder auch: "Wer kein Selbstbewusstsein hat, braucht ein Nationalbewusstsein". Auf einem anderen Plakat wurde der umstrittene thüringische AfD-Landeschef Björn Höcke als Rattenfänger von Erfurt persifliert.

Auch in Magdeburg schlug Dies Irae vor einigen Wochen wieder mit provokanten Plakaten zu: Unter dem Slogan "Wählen gehen. AfD verhindern" riefen sie dazu auf, die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt prominent zu ignorieren.

12. Heinrich Peuckmann, Frauke Petrys Ex-Lehrer:

peuckmann

Mit Vorurteilen aufräumen - häufig das beste Mittel, um Populisten bloßzustellen und die Wähler aufzuklären. So gesehen war der Facebook-Post, den Heinrich Peuckmann Mitte März veröffentlicht hat, ein Dienst an der Wahrheit. Der Ex-Lehrer von Frauke Petry bezog sich auf eine Äußerung seiner Ex-Schülerin und heutigen AfD-Chefin, nach der "die Ethnisierung von Gewalt schon vor dem Ankommen von Flüchtlingen in manchen Städten zu Wohngebieten geführt habe, in die sich keine Polizei mehr traue". Als Beispiel nannte Petry auch ihre Heimatstadt Bergkamen.

Diese Aussage brachte Peuckmann in Rage: "Es gibt keine Viertel in Bergkamen, in das sich die Polizei nicht traut." Peuckmanns Abrechnung mit Petry: "Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig."

13. Paul van Dyk, DJ

paul van dyk

Kann ein Sänger der AfD verbieten, seine Musik zu spielen? Schwierig. Der Berliner DJ Paul van Dyk hat es trotzdem versucht. Weil die rechte Partei seinen Song "Wir sind wir" zuletzt zu einer Art Hymne stilisiert hat, forderte van Dyk sie vor einigen Wochen in einem Brief auf, das Lied bei AfD-Veranstaltungen nicht mehr zu spielen.

"Ich distanziere mich aufs Schärfste von der AfD", sagte der Künstler im Februar in einem Interview. Sein Lied war zuvor mehrfach auf Kundgebungen des Thüringer AfD-Landesverbandes zu hören.

Warum die Partei, die sich mit Vorliebe als Heimat der Enttäuschten und Frustrierten geriert, ein großer van-Dyk-Fan ist, lässt sich schnell erahnen: "Wir sind wir, wir steh'n hier, wieder eins in einem Land, superreich und abgebrannt" und "so schnell kriegt man uns nicht klein", heißt es in besagtem Song.

Van Dyk jedenfalls will mit seiner Musik kein Steigbügelhalter der Rechten sein. Sollte die AfD das Lied weiter verwenden, will er urheber- und strafrechtlich dagegen vorgehen, teilte er vor wenigen Wochen mit.

14. Christian Hermes, Stadtdekan der katholischen Kirche in Stuttgart

hermes

Das Verhältnis der AfD zur Kirche ist, nun ja, gespalten. Und das ist noch milde ausgedrückt. Erst vor wenigen Wochen nannte Parteichefin Frauke Petry die Position der christlichen Kirche in der Flüchtlingspolitik "verlogen“. Für Muslime tue die Kirche gerade mehr als für die eigenen Glaubensbrüder, so der Tenor.

Einen Mann dürfte die AfD am meisten hassen: Christian Hermes, Stadtdekan in Stuttgart. "Es gibt keine verlogenere Bewegung für mich als die AfD“, sagt der Pfarrer, der vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg dazu aufrief, die AfD auf dem Stimmzettel zu ignorieren.

In einem Brief an AfD-Co-Chef Jörg Meuthen nannte er den Politiker den "braven Biedermann der AfD", der gefährlichste Verrücktheiten von Parteikollegen bagatellisiere und verteidige.

Hermes wagte es zudem, die Kirche zu mehr Haltung gegen die Rechtspopulisten aufzurufen: Er würde sich wünschen, meinte er kürzlich, wenn sich deutlich mehr Christen gegen die AfD stellten. "Ich finde, dass die Kirche da mutiger sein könnte.“ Es sei einfach "nicht christlich“, was die AfD in der Flüchtlingsfrage vertrete. "Da muss man klar widersprechen.“

15. Slime, Hamburger Punkband

slime

Sie sind so etwas wie Legenden in der deutschen Punkszene - und neuerdings offenbar auf der Schwarzen Liste der Rechtspopulisten: Die linke Hamburger Band Slime hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil die AfD ihren Auftritt beim Hamburger Hafengeburtstag Anfang Mai verbieten lassen wollte.

Der Verbotsantrag wurde abgelehnt - noch größere Freude dürfte der Band jedoch die unerwartete Aufmerksamkeit für ihren neuen Song bereiten. In dem Lied "Sie wollen wieder schießen (dürfen)" spielen sie auf die Schusswaffen-Äußerungen von Petry und von Storch an.

Was Slime davon hält, wird schnell klar: "Die Menschen an den Grenzen sind die Geister die wir riefen. Und das weiß doch jedes Kind - Geister kann man nicht erschießen", heißt es in dem Lied.

Die Einnahmen des Songs spendet Slime an die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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(lk)