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Interne Mails zeigen: Kölner Polizei soll Silverstervorfälle systematisch verschwiegen haben

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KOELN NEW YEAR
Interne Mails zeigen: Kölner Polizei soll Silverstervorfälle systematisch verschwiegen haben | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Die Kölner Polizei soll sich bewusst dagegen entschieden haben, am 1. Januar eine Mitteilung zu den Silvestervorfällen herauszugeben
  • Grund sei das Wissen über die Brisanz der Vorfälle hinsichtlich der Flüchtlings-Thematik

Der Polizei Köln war die politische Brisanz der Silvester-Vorfälle bereits am 1. Januar bekannt. Das belegen interne Mails, die dem "Kölner-Stadt-Anzeiger" vorliegen. So soll die Polizei aufgrund des "sensiblen Themas rund um die Flüchtlings-Thematik“ auf eine Pressemitteilung am selben Tag verzichtet haben.

Erst am Abend des 2. Januar veröffentlichte die Behörde eine Mitteilung: Man habe den Ermittlern Zeit geben wollen, "die Anzeigen zu sichten und mögliche Täterhinweise filtern zu können“, erklärte die ehemalige Leiterin der Polizei-Pressestelle dazu in einer internen E-Mail vom 8. Januar.

Dem "Kölner-Stadt-Anzeiger" liegen laut Angabe der Zeitung mehrere Tausend als intern klassifizierte Dokumente vor. Deutlich werde aus den Unterlagen die hektische Atmosphäre, die in den Wochen danach in den Behörden herrschte.

Das Innenministerium soll so etwa bemüht gewesen sein, die Berichterstattung über ein vom Land finanziertes Resozialisierungsprojekt für junge Straftäter aus Nordafrika in Köln klein zu halten.

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