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EU-Konservative: "Der Zocker Tsipras ist zurück"

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TSIPRAS
Der griechische Premierminister Alexis Tsipras | ASSOCIATED PRESS
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  • Der Chef der Konservativen im EU-Parlament greift Tsipras an
  • Er wirft dem griechischen Premier vor, sich vor Reformen zu drücken

In den Verhandlungen über das milliardenschwere Hilfsprogramm für Griechenland hat der Chef der Konservativen im EU-Parlament den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras attackiert.

"Der Zocker, den wir aus dem vergangenen Sommer kennen, ist zurück", sagte der Vorsitzende der EVP-Fraktion, Manfred Weber, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Tsipras versuche, "sich wieder um notwendige Reformen zu drücken".

Weber warnte vor zu großen Zugeständnissen. "Ein Schuldenschnitt ist jetzt absolut nicht denkbar. Dies würde einen Freibrief dafür bedeuten, dass die griechische Regierung ihre Reformbemühungen ad acta legen könnte", sagte der stellvertretende CSU-Vorsitzende.

Dazu passend: Griechenlands Parlament verweigert die Zustimmung zu Reformen - jetzt droht wieder die Pleite

Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatte kürzlich gesagt, es werde auch über Schuldenerleichterungen für Griechenland gesprochen.

Einen Schuldenschnitt (Haircut), bei dem Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssten, soll es nicht geben. Im Gespräch sind Zinsstundungen oder längere Kreditlaufzeiten.

Nach Einschätzung der EU-Kommission vom Donnerstagabend haben sich Griechenland und seine Geldgeber in zentralen Punkten des umstrittenen Spar- und Reformpakets deutlich angenähert.

Falls Athen Reformanforderungen nicht erfüllt, gibt es keine weiteren Gelder aus dem im Sommer 2015 vereinbarten Hilfsprogramm. Es könnte dann bis zum Sommer erneut die Zahlungsunfähigkeit drohen.

Mit Material der dpa

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(sk)