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Bill Gates hat einen ausgeklügelten Plan, um Malaria ein für alle Mal zu besiegen

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Bill Gates hat einen Plan, um Malaria ein für alle Mal zu besiegen | Joshua Roberts / Reuters
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Hunderttausende Menschen sterben jedes Jahr an Malaria- mit einem Investierungs-Projekt aber hofft Bill Gates, diese Krankheit bald völlig auslöschen zu können.

Am Montag sprach der Milliardär anlässlich des Welt-Malaria-Tags mit dem britischen Schatzkanzler George Osborne über seinen neuen Ansatz, um der Krankheit den Garaus zu machen.

“Die Ausrottung wird nicht einfach sein”, sagt Gates in dem Video.

“Arzneimittelresistenz wird immer problematischer"

Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung plant, in Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu investieren, um eine der neu entstandenen Herausforderungen im Kampf gegen die Krankheit in Angriff zu nehmen: arzneimittelresistente Stämme.

“Arzneimittelresistenz wird immer problematischer - also Resistenz gegenüber jeglichen Medikamenten, die wir weltweit benutzen, um Krankheiten zu bekämpfen und Leben zu retten”, sagt Osborne in dem Video.

Malaria wird von Moskitos übertragen und ruft Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen hervor. Wenn keine Medikamente vorhanden sind, mit denen Ärzte die Krankheit behandeln können, oder der Stamm resistent ist, kann sich die Krankheit verschlimmern und zu Anämie, lebenslangen Lernbeschwerden und Todesfällen führen.

Gates will neue Medikamente herstellen

Gates plant ein Überwachungssystem, um verorten zu können, wo sich die problematischen Gebiete befinden, um dann neue Medikamente herzustellen, die nicht dasselbe Resistenzproblem haben.

“Wir beschaffen neue Geräte”, sagt Gates in dem Video. "Wir werden Region für Region an der Ausrottung der Krankheit arbeiten. Die Karte wird kleiner und kleiner werden, bis wir zum harten Kern vordringen: Äquatorialafrika.”

Allein im letzten Jahr gab es mehr als 200 Millionen neue Malariafälle, die zu fast einer halben Millionen Toten führten, berichtet die WHO. Circa 90 Prozent der Malaria-Toten kamen aus Subsahara-Afrika.

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Bill und Melinda Gates besuchen 2003 einen jungen an Malaria erkrankten Patienten im Manhica Forschungszentrum und Krankenhaus in Mosambik; Quelle: Reuters

Die gute Neuigkeit ist: Laut WHO ist die Zahl der durch Malaria verursachten Todesfälle seit 2000 um 60 Prozent gesunken. Trotzdem: Die Krankheit ein für alle Mal zu besiegen, wird nicht einfach.

Im Januar verkündete Gates, seine Stiftung werde mit der britischen Regierung zusammenarbeiten, um der Krankheit ein Ende zu machen. Mehr als vier Milliarden Dollar sollen im Laufe der nächsten fünf Jahre in das Projekt fließen.

“Was wir wegen Malaria unternehmen, zeigt, dass man - mit Einsatz, Wissenschaft und Entschlossenheit- wirklich etwas verändern kann”, sagt Osborne im Video.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Virginia Hartmann aus dem Englischen übersetzt.


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