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Sicherheitsbedenken: Auf dem Münchner Oktoberfest soll es erstmals Zugangskontrollen geben

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OKTOBERFEST
Joerg Hardtke via Getty Images
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  • Dieses Jahr soll es erstmals Zugangskontrollen auf dem Oktoberfest geben
  • Bei Überfüllung soll das Gelände abgesperrt werden können
  • Grund für die Sicherheitsmaßnahmen sind die mögliche Terrorgefahr und die bisherige Überfüllung

Die Stadt München will das Oktoberfest dieses Jahr sicherer machen - und deswegen wesentlich mehr Kontrollen einführen. Das geht aus einer Vorlage für die nichtöffentliche Sitzung des Stadtratsausschusses für Arbeit und Wirtschaft am kommenden Dienstag hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.

An allen Eingängen des größten Volksfests der Welt sollen Zutritts- und Taschenkontrollen durchgeführt werden. Größere Taschen und Rucksäcke dürfen künftig nicht mehr auf das Gelände mitgenommen werden.

Bei Überfüllung, wie sie regelmäßig zu den "Wiesn-Wochenenden" der Fall ist, soll auch erstmals das komplette Gelände mit einem Zaun abgesperrt werden. Bisher konnten nur die einzelnen Wirte entscheiden, bei Überfüllung die Pforten ihrer Zelte zu schließen.

So soll ermöglicht werden, dass die Organisatoren den Überblick behalten. Bei der Überfüllung des Fests in den letzten Jahren wäre im Falle eines Notfalls eine schnelle Räumung oder der Einsatz von Rettungsfahrzeugen auf dem Gelände nahezu unmöglich gewesen.

Spätere Öffnungszeiten und 100 mehr Polizisten im Einsatz

Doch auch für die Bierzelte ändert sich etwas: Die Anzahl der Plätze in den Hallen sollen nicht mehr über das jetzige Niveau erhöht werden. Auch sollen die Gäste künftig erst ab 10 Uhr die Bierbänke bevölkern dürfen.

Bisher konnten die Besucher ab neun Uhr morgens Platz nehmen, vor allem an den Wochenenden bildeten sich schon zwei Stunden vor Öffnung Schlangen vor den Zelten. Das habe aber den Lieferverkehr beeinträchtigt - und das erste Bier wird ohnehin erst um 12 Uhr mittags ausgeschenkt.

Für die neuen Sicherheitsmaßnahmen will die Stadt München fast eine Million Euro mehr ausgeben als in den Vorjahren. Ein Großteil davon würde für bis zu 100 zusätzliche Ordnungskräfte draufgehen, deren Einsatz die Stadt für den Zeitraum des Oktoberfests etwa 900.000 Euro kosten würde.

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