Huffpost Germany

Prince hatte ein grünes Geheimnis

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PRINCE MUSICIAN
Prince: Musiker und Freund grüner Technologie. | Martin Harris/Capital Pictures/MediaPunch/IPx
Drucken

Der am vergangenen Donnerstag verstorbene Musiker Prince inspirierte Menschen rund um die Welt mit seiner Kreativität.

Und Prince hatte selbst viel für kreative Ideen übrig. Vor allem soziale und umweltfreundliche Entwicklungen faszinierten ihn. Er war ein großer Fan und Unterstützer nachhaltiger Energie und sozialer Projekte.

Prince, der mit dem grünen Gitarren-Daumen

Laut seinem Freund und langjährigen Anwalt Van Jones war Prince ein wichtiger Unterstützer der Organisation "Green for All" der Van Jones-Gruppe, die auf die Installation von Solarzellen auf den Dächern der kalifornischen Stadt Oakland spezialisiert ist.

Jones sagte der kalifornischen Zeitung "SFGate", dass Leuten "in diesem Moment Solarzellen in Oakland auf Dächer gebaut werden, die Prince mitfinanzierte". Die meisten Betreiber wüssten nicht, dass sie ihre grüne Energie zum Teil Prince zu verdanken haben.

Prince begann sich für Jones Projekt zu interessieren, als er in den Nachrichten sah, wie junge Afroamerikaner dabei halfen, grüne Technologien zu bauen. "Er mochte die Tatsache, dass ich diese Technik hierher, nach Oakland, brachte", sagte Jones dem Magazin "Rolling Stone". "Er hielt es für eine hervorragende Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen."

Prince hat sich neben dem Solarprojekt auch bei vielen gemeinnützigen Organisationen eingebracht. Außerdem arbeitete er hinter den Kulissen bei Initiativen gegen Waffen- und Polizeigewalt mit.

Er spendete an die Familie von Trayvon Martin: Der 17-jährige Afroamerikaner wurde von einem weißen Wachmann im kalifornischen Sanford erschossen.

Kurz nach dem Tod von Trayvon Martin gründete Prince "Yes We Code". Die gemeinnützige Organisation fördert afroamerikanische Jugendliche in den Bereichen der Technik und Informatik.

Die Organisation bedankte sich bei Prince auf ihrer Webseite und über Twitter:

Prince und die Technik: eine Hass-Liebe

Prince hatte aber nicht immer eine gute Beziehung zu moderner Technologie. Manchmal war es eine Hass-Liebe.

Der Popstar war zwar einer der ersten Künstler, der seine Alben auch im Internet zum Kauf anbot. Doch in den letzten Jahren lies er seine Musik vermehrt wieder aus dem Netz entfernen.

Im vergangenen Jahr gab Prince all seine Musik exklusiv an den Streaming-Dienst Tidal, der seinem Musikerkollegen Jay Z gehört. Prince äußerte sich aber dennoch kritisch: "Streaming macht es Produktionsfirmen möglich, an der Musik doppelt zu verdienen, während die Anerkennung für die Künstler schwindet."

Im Jahr zuvor hatte Prince alle seine Musik von der Plattform YouTube entfernt.

Auch auf HuffPost:

Prince stirbt im Alter von 57 Jahren – Das war sein letzter Auftritt

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.


(lp)