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Rapper Eko-Fresh hat eine deutliche Botschaft an alle Merkel-Hasser

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Rapper Eko-Fresh hält absolut nichts von der Ausländerhetze der Alternativen für Deutschland (AfD) unter Frauke Petry. Dafür aber umso mehr von der Flüchtlingspolitik Kanzlerin Angela Merkels (CDU).

Bei Eko-Fresh klingt das so: Die AfD ist für ihn die Abkürzung für "Albtraum für Deutschland“. Wahlweise "Alles Fotzen, Digga.“ Und: "Jeder, der meine Angie anmacht, kriegt es jetzt mit uns zu tun.“

Es ist ein Satz, den Eko Fresh schon öfter kommentieren musste. Und jetzt wieder kommentiert hat - im Interview mit "Noisey“, der Musikseite des Portals "Vice“.

Merkel, sagte Eko Fresh, habe in einer Zeit Geduld bewiesen, in der ihre Haltung in Deutschland nicht besonders geliebt gewesen sei. Der 32-jährige Kölner hat den Eindruck, dass sich die CDU unter Merkel gewandelt hat: "Wenn ich vor ein paar Jahren einen Türken auf einem CDU-Plakat gesehen habe, dann war das doch ein Aufreger. Jetzt ist so etwas Normalität.“ Merkel habe „diesem Druck von außen widerstanden und hat es ausgebadet.“

"Alter, weißt du noch, wo Merkel an der Macht war?"

Allerdings scheint Eko Fresh nicht daran zu glauben, dass Merkel noch lange regieren kann. "Ihr werdet euch wundern, je weiter es nach rechts geht, wie sehr ihr Merkel vermissen werdet. Du wirst dich erinnern und denken: Alter, weißt du noch, wo Merkel an der Macht war?“, sagte er.

Eko Fresh macht allerdings deutlich, dass sein Lob nur für Merkels Haltung gegenüber Einwanderern und Flüchtlingen gilt. Der Agentur dpa sagte er kürzlich, das heißt nicht, dass er bei jedem Thema hinter ihr stehe.

Früher habe er nie gedacht, dass er einmal Merkel in Schutz nehmen würde. Jetzt wolle er zurücknehmen, dass er sie „gedisst“ habe, sagte er kürzlich im Interview mit „Hip Hop“.

Musikalisch setzt sich Eko Fresh schon ziemlich lange mit Merkel auseinander. Und setzt schon ziemlich lange Hoffnung in die Politik der Kanzlerin. 2010 widmete er ihr den Song „Angie“. Er prangert die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund an, kritisiert, dass er „noch immer von den Bullen ohne Grund angehalten“ werde. Aber er habe Hoffnung. Weil es Merkel gebe.

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