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Durch diese eine Maßnahme könnte die ganze Menschheit ernährt werden - ohne weitere Abforstung

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RAINFOREST
Durch diese eine Maßnahme könnte die ganze Menschheit ernährt werden - ohne weiteres Waldsterben | DreamPictures/Shannon Faulk via Getty Images
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Mehrere Tausend Quadratkilometer Wald sterben jedes Jahr. Viele fallen der Rodung durch Menschenhand zum Opfer. Bäume werden gefällt, um so neue Acker- und Weideflächen zu erschließen.

Österreichische Forscher haben nun berechnet: Um die gesamte Weltbevölkerung ausreichend zu ernähren, muss in Zukunft theoretisch kein einziger Baum mehr sterben.

Die Wissenschaftler vom in Wien ansässigen Institut für Soziale Ökologie der Universität Klagenfurt publizierten das Ergebnis ihrer Studie im Fachmagazin "Nature Communications“. In dieser hatten sie 500 Ernährungsszenarien für das Jahr 2050 durchgerechnet.

Vegane Ernährung rettet die Wälder

So stellten sie fest, welche Szenarien geeignet wären, die Weltbevölkerung zu ernähren ohne zusätzliche landwirtschaftliche Flächen in Anspruch zu nehmen.

Das überraschende Ergebnis: Würde die gesamte Menschheit sich vegan ernähren, also ausschließlich von pflanzlichen Produkten, wären sämtliche Szenarien realisierbar. Sogar Biolandbau, der größere Flächen in Anspruch nimmt, als herkömmliche Anbauarten sei so umsetzbar.

Bei vegetarischer Ernährung wären immerhin 94 Prozent der durchgespielten Szenarien ohne weiteres Waldsterben realisierbar.

Die USA als Negativbeispiel

Je mehr Fleisch konsumiert wird, umso intensiver müsse aber die Landwirtschaft sein und umso schwieriger wäre der Erhalt von Waldflächen, so die Forscher.

"Wenn wir das Ernährungsmuster der US-Amerikaner auf die ganze Welt übertragen, mit insgesamt sehr vielen Kalorien, einem hohen Fleischanteil und vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln, ist nur mehr ein kleiner Teil (15 Prozent) realisierbar", erklärte Karl-Heinz Erb, einer der Autoren der Studie.

Es ist selbsterklärend, dass das Gedankenspiel der Forscher wohl nicht allzu bald zur Wirklichkeit wird. Dennoch ist es sicher sinnvoll, sich häufiger ins Gedächtnis zu rufen, welche weitreichenden Folgen die eigenen Essgewohnheiten haben – und wie eine bewusstere Lebensweise zum Wohl des Planeten beitragen könnte.

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