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Er zeigte den Hitlergruß und entblößte sich: Berliner Gericht verurteilt Rechtsextremen zu Gefängnisstrafe

Veröffentlicht: Aktualisiert:
BERLIN
dpa
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  • Ein polizeibekannter Rechtsextremer wurde in Berlin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt
  • Der Mann rief in der S-Bahn rechte Parolen und entblößte sich dabei

Vor acht Monaten kam es in der Berliner S-Bahn zu fremdenfeindlichen Vorfällen. Ein Mann soll rechte Parolen gebrüllt und auf die Kinder einer osteuropäischen Familie uriniert haben, so der schwere Vorwurf.

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet, ist der polizeibekannte Rechtsextreme nun zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden.

Das Amtsgericht Moabit befand den 33-Jährigen laut dem Bericht mehrerer Vergehen für schuldig. Der Angeklagte habe nicht nur rechtsextreme Parolen verbreitet, sondern auch mehrfach den Hitlergruß gezeigt und sich dabei öffentlich entblößt.

Dass er auf die Kinder urinierte, ließ sich nicht beweisen

Das Gericht verurteilte den Mann folglich wegen Volksverhetzung sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Ob er sich entblößte, um eine bestimmte Familie herabzuwürdigen, sei nicht geklärt, berichtet der rbb.

Bei der Festnahme des Mannes im August 2015 habe der Verdacht bestanden, der Mann habe auf Kinder uriniert. Das ließ sich jedoch nicht beweisen.

Die Zeugenaussagen dazu seien zu vage gewesen, um den 33-Jährigen der Körperverletzung zu beschuldigen, berichtet der Radiosender. Die beschimpfte Frau und ihre beiden Kinder seien nicht aufzufinden gewesen, weshalb sie nicht als Zeugen hätten befragt werden können.

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