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Umfragen: Diese Koalition hätte jetzt mehr Stimmen als die Groko

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  • Im INSA-Meinungstrend fallen die Unionsparteien auf ein bislang nie gemessenes Tief
  • Grüne und FDP schneiden besser ab als in all den Monaten seit der letzten Bundestagswahl

Jede Woche werden neue Wählerumfragen veröffentlicht - und jede Woche stehen Journalisten vor der Herausforderung, die gleiche schlechte Nachricht für die Kanzlerin in neue Überschriften zu verpacken: "Horror-Umfrage für Merkel"? Oder doch lieber eine "Schock-Umfrage für die CDU"? Oder wie wäre es mit einer "Katastrophen-Umfrage"?

Machen wir es kurz:

Die CDU erreicht ein neues Umfragetief: Im INSA-Meinungstrend für die "Bild" verlieren CDU/CSU erneut einen halben Punkt und erreichen mit 31 Prozent den niedrigsten Umfragewert, der je von dem Meinungsforschungsinstitut gemessen wurde. Allerdings steht das Institut in der Kritik, weil es der rechtspopulistischen AfD nahestehen soll.

Die SPD hält ihren Umfragewert der Vorwoche von 19,5 Prozent, die AfD liegt ebenfalls unverändert bei 13,5 Prozent, während die Linke um einen halben Prozentpunkt auf zehn Prozent zulegt.

Damit erreicht die CDU/CSU nicht nur die Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 30 Prozent. Auch die Große Koalition ist nur noch einen halben Prozentpunkt vom Verlust der absoluten Mehrheit entfernt.

Grüne und FDP erreichen höchste Werte seit der Bundestagswahl

Aber das ist noch nicht das wichtigste Ergebnis dieser Umfrage. Die Zahlen für Grüne und FDP zeigen, dass sich eine historische Wende abzeichnen könnte.

Die beiden Parteien befinden sich im Aufwind. Beide Parteien erreichen ihre höchsten Umfragewerte seit der letzten Bundestagswahl. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kämen die Grünen auf 14 Prozent der Wählerstimmen (+1 gegenüber der Vorwoche), die FDP käme auf acht Prozent (+1).

Grüne und FDP erreichen höchste Werte seit der Bundestagswahl

Derzeit hätte ein sogenanntes Jamaika-Bündnis aus Union, Grünen und FDP mit 53 Prozent eine breitere Mehrheit als eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD.

"Ich würde es aus heutiger Sicht nicht mehr ausschließen, dass die Grünen die SPD als zweitstärkste Kraft überholen", erklärte INSA-Chef Hermann Binkert. "Wenn man die Trends realistisch sieht, ist es nicht ausgeschlossen, dass sich die Grünen einer Kanzlerkandidaten-Debatte stellen müssen."

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(sk)

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