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Tom Tykwer: "Tom Hanks ist ein echter Team-Player"

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Tom Hanks und Tom Tykwer bei der Premiere von

Es ist bereits ihr zweiter gemeinsamer Film: Tom Tykwer (50, "Lola rennt") und Tom Hanks (59, "Bridge of Spies - Der Unterhändler") haben nach "Cloud Atlas" für "Ein Hologramm für den König" erneut zusammengearbeitet. Bei der Premiere des Films in Berlin trotzten die beiden den kühlen Temperaturen und nahmen sich Zeit für die Fans. Schließlich ist nicht jeden Tag ein Oscar-Gewinner in der Hauptstadt. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news schwärmte der Regisseur in den höchsten Tönen von seinem Hauptdarsteller.

Warten auf Godot?

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Bei "Ein Hologramm für den König" handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dave Eggers. Darin muss ein amerikanischer Geschäftsmann (gespielt von Tom Hanks) auf ein Treffen mit dem König von Saudi-Arabien warten, um einen sehr lukrativen IT-Vertrag zu ergattern. Ähnlich wie in dem Theaterstück "Warten auf Godot" von Samuel Beckett erscheint das Zusammentreffen aber aussichtslos.

Der Film erinnere ihn an seine Erfahrungen in Hollywood und im Filmgeschäft, verriet Regisseur Tom Tykwer. "Das Filmgeschäft ist immer auch ein bisschen so wie das Warten auf den König. Entscheidungen werden sehr schwerfällig und oftmals sehr langsam getroffen". Er habe sich über die Jahre aber ein dickes Fell zugelegt und erst dadurch gelernt, was Geduld wirklich bedeute.

Keine Starallüren

Für Twyker war die erneute Zusammenarbeit mit dem zweifachen Oscar-Gewinner Tom Hanks eine echte Freude: "Ich dachte von Anfang an bei der Hauptrolle an Tom Hanks. Ich glaube nicht, dass jemand anderes diesen Part so gut hätte ausfüllen können." Die Dreharbeiten in Saudi-Arabien seien allerdings nicht so einfach gewesen, erinnert sich der Regisseur. Denn die Schauspieler durften nicht mit. Es konnten lediglich sehr viele Außenaufnahmen ohne die Figuren gedreht werden.

Die Szenen mit den Schauspielern wurden dann in der westlichen Sahara in Marokko nachgedreht. Auch das brachte so einige Herausforderungen mit sich: Denn es gab keine Hotels! "Und wir hatten Tom Hanks dabei", so Tykwer weiter. "Aber er war total cool mit den Unterkünften, ein echter Team-Player. Immerhin gab es auch kein heißes Wasser, alle mussten kalt duschen".