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Weil ihr Kind weinte - Edeka soll Mutter und Zweijährige aus Laden geworfen haben

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EDEKA
pr
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Jeder Papa und jede Mama kennt diese Situation beim Einkaufen: Das eigene Kind schreit und will auch bei noch so gutem Zureden einfach nicht aufhören. Meist erntet man dafür nur mitleidige Blicke von anderen Eltern und Verkäuferinnen oder den einen oder anderen schlauen Ratschlag.

Doch, was in einem Fürther Edeka-Markt einem Medienbericht zufolge passiert sein soll, ist an Kinderfeindlichkeit kaum zu übertreffen. Eine 27-Jährige war mit ihrer zweijährigen Tochter in dem Laden unterwegs, als diese anfing zu weinen. „Nach etwa fünf Minuten kam eine Mitarbeiterin zu mir und bat mich, den Laden wegen meines weinenden Kindes zu verlassen“, behauptet Tina S. im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung.

"Mein Kind hat weder randaliert noch Regale ausgeräumt"

Die junge Mutter soll fassungslos gewesen sein, heißt es in dem Bericht. Denn auch bei erneuter Nachfrage, ob die Aufforderung, den Supermarkt zu verlassen, ernst gemeint sei, habe Tina S. die gleiche Antwort zu hören bekommen. „Mein Kind hat weder randaliert noch Regale ausgeräumt. Es war einfach müde“, sagte sie der „Bild“.

Ob der Vorwurf tatsächlich stimmt, blieb in dem „Bild“-Bericht ungeklärt. Der Geschäftsinhaber des betreffenden Fürther Edeka teilt über die Edeka-Pressestelle auf Anfrage der Huffington Post mit, dass sich Kunden beschwert hätten, weil das Kleinkind eine halbe Stunde lang gebrüllt habe. "Wir haben die Frau auch nicht gebeten, den Laden zu verlassen, sondern dafür zu sorgen, dass die übrigen Kunden ihr Recht auf Einkaufen in entspannter Atmosphäre wahrnehmen können", so der Fürther Filial-Chef.

Edeka: "Kinderfreundlicher Markt"

Ein Edeka-Sprecher ergänzte: "Darüber hinaus möchten wir betonen, dass es sich um einen kinderfreundlichen Markt handelt, in dem zum Beispiel häufig Schulklassen zu Gast sind." Familien mit Kindern seien "jederzeit willkommen".

Bei Edeka werden viele Filialen von unabhängigen Kaufleuten geführt. Die Firmen-Struktur unterscheidet sich deutlich von Ketten wie Lidl oder Aldi.

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