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Schadstoffe aus der Luft filtern: Das passiert, wenn du diese Pflanze in dein Zimmer stellst

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Jeder, der in diesen Tagen vor die Tür tritt, riecht es: Der Frühling kommt. Die Luft ist einfach einen Tick wärmer, frischer. Es fühlt sich fast so an, als atme man ein bisschen neue Lebensenergie ein.

Und da ist auch etwas dran. Denn in Wohnungen kann die Luft ziemlich schlecht sein. Schuld sind Schimmel, Allergene oder andere Schadstoffe, die auch durch normales Lüften oft nicht wirksam vertrieben werden können.

Experten warnen daher vor den Schadstoffen in Innenräumen, die zum Teil schwerwiegende gesundheitliche Schäden und starke Kopfschmerzen nach sich ziehen können.

Pflanzen helfen, Schadstoffe abzubauen

Gegen diese Schadstoffe lässt sich allerdings auf sehr einfache und effektive Art und Weise vorgehen. Mit Zimmerpflanzen. Zum Beispiel dem Scheidenblatt. Das hat eine Studie der NASA ergeben. In der Studie wurde untersucht, wie gewisse Pflanzen dabei helfen, chemische Schadstoffe in Raumluft zu vermindern.

Es konnte belegt werden, dass bestimmte Zimmerpflanzen die Luft in hermetisch verschlossenen Testräumen reinigen und revitalisieren. Die Pflanze absorbiert nicht nur Kohlendioxid und produziert Sauerstoff, sondern kann auch das gesundheitsschädliche Gas Formaldehyd abbauen.

Bereits vor einigen Jahren untersuchten Forscher die beiden weit verbreiteten Zimmerpflanzen Birkenfeige und Zimmeraralie. Das Ergebnis war erstaunlich.

"Komplette Pflanzen konnten innerhalb von vier Stunden 80 Prozent des Formaldehyds aus der Innenraumluft entfernen", sagte Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbandes der Pneumologen damals der "Welt".

Je mehr Blätter, desto höher der Luftreinigungseffekt

Zum Vergleich: In den kontrollierten Räumen ohne Pflanzen verringerte sich der Formaldehydgehalt nur um etwa sieben Prozent innerhalb von fünf Stunden.

Entscheidend ist: Je größer die Pflanze, desto höher ist der Luftreinigungseffekt. "Je mehr Blätter die Pflanze hat, umso mehr Formaldehyd kann sie während des Tages über die Spaltöffnungen aufnehmen", sagte der Experte.

Gemeint sind Öffnungen in den Blattoberflächen. Über sie nimmt die Pflanze nach Erkenntnis der Forscher den Großteil des Formaldehyds auf. Da diese nachts nicht geöffnet sind, kann die Pflanze in dieser Zeit weit weniger Schadstoffe absorbieren.

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