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Merkel antwortet auf Seehofers Brandbrief - nach drei Monaten

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SEEHOFER
Horst Seehofer und Angela Merkel beim CSU-Parteitag in Wildbad Kreuth im Januar | POOL New / Reuters
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  • Horst Seehofer hat endlich eine Antwort auf seinen "Brandbrief" an Merkel erhalten
  • Über den Inhalt ist allerdings nichts bekannt

Nach fast drei Monaten hat Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine Antwort auf seinen "Brandbrief" zur Flüchtlingspolitik an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erhalten.

Das Schreiben aus Berlin sei eingetroffen, sagte eine Sprecherin der bayerischen Staatskanzlei am Sonntagabend der Agentur dpa und bestätigte damit eine Meldung des "Münchner Merkur".

"Liebe Angela ..."

In seinem Brief vom Januar, den er mit den Worten "Liebe Angela" einleitete, hatte Seehofer gefordert, eine Obergrenze für die Zuwanderung und eine bessere Grenzsicherung einzuführen - ansonsten werde das Land Bayern eine Verfassungsklage gegen die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin einreichen.

Dazu passend: Mit diesem geheimen Plan würde Seehofer Kanzler

Es gehe darum, Recht und Ordnung an den deutschen Grenzen wieder herzustellen. "Wir haben es hier mit Rechtsverletzungen zu tun, und die müssen abgestellt werden."

SPD sprach von "Kasperle-Theater"

Jetzt hat er tatsächlich eine Antwort der Kanzlerin erhalten. Doch wie es ihre Art ist, bleibt Merkel dezent - zum Inhalt wurde zunächst nichts bekannt.

Bisher hatte sich Merkel nicht zu dem Brief geäußert. Nur die SPD hatte ihre Meinung sofort bekanntgegeben. Sie sah in dem Papier eine Ankündigung des Koalitionsbruchs. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach von einem "Kasperle-Theater".

Mit Material der dpa

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(sk)