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Einigung erreicht: Gebühr für Plastiktüten im Einzelhandel soll kommen

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PLASTIK
dpa
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  • Politik und Industrie einigen sich auf eine Gebühr für Plastiktüten
  • Das Abkommen soll am Mittwoch unterzeichnet werden
  • 170 Unternehmen wollen sich verpflichten, die Gebühr einzuführen

Im Streit um eine Gebühr für Plastiktüten haben sich Politik und Industrie nach einem Medienbericht geeinigt. Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Handelsverband (HDE) wollen am Mittwoch eine entsprechende Selbstverpflichtung der Industrie unterzeichnen, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

"170 Unternehmen wollen sich verpflichten", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart der Zeitung. Gebhart ist
zuständiger Berichterstatter für Kreislaufwirtschaft im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages.

Offizielle Vermeldung für Mitte nächster Woche geplant

Ein Sprecher des Handelsverbands sagte, man sei auf einem guten Weg. Ein Ministeriumssprecher kündigte eine Pressemitteilung für Mitte nächster Woche an.

Nach einer Vorgabe der EU muss der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten bis zum Jahr 2025 auf 40 Stück im Jahr sinken. Derzeit benutzt jeder Einwohner Deutschlands im Jahr im Durchschnitt 71 Tüten.

Der Vereinbarung zufolge sollen in einem ersten Schritt 60 Prozent der gut sechs Milliarden Kunststoff-Tragetaschen, die pro Jahr in
Deutschland vertrieben werden, kostenpflichtig werden. In einem zweiten Schritt soll die Kostenpflicht bis 2018 auf 80 Prozent erhöht werden.

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